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Attack the Block

Info

OT: 
Attack the Block

Jahr: GB 2011
R, B: Joe Cornish
K: Thomas Townend
M: Steven Price, Basement Jaxx
D: John Boyega, Jodie Whittaker, Alex Esmail, Luke Treadaway

Quelle: TV (Pro 7)

 

Inhalt

Der 15-jährige Moses (John Boyega) und seine Gang sind einige der eher unangenehmen Bewohner eines riesigen Wohnblocks in London. Im Trubel der feuerwerksdröhnenden „Guy-Fawkes-Nacht“ ziehen sie aus Langeweile die Krankenschwester Sam (Jodie Whittaker) ab, die auf dem Nachhauseweg ist. Gestört wird die Bande durch den Einschlag eines Objektes in einem nebenstehenden Auto. Während Sam entkommt, kümmern sich Moses und die Seinen um den Inhalt der schrottreifen Karre.
Heraus springt ein seltsames, extrem bissiges Tier, das die krawallsuchenden Jugis umgehend plattmachen. Wie sich später herausstellen wird, war das Tierchen ein Weibchen einer Alien-Spezies, vollgepackt mit Pheromonen, Sexualduftstoffen, um Männchen nachkommen zu lassen. Und die lassen sich nicht lumpen: Bald ist der Block Zielgebiet einer Massenlandung paarungs- und gewaltbereiter Aliens, denn Moses und die Jungs hatten nix Besseres zu tun, als die tote Dame ins Hochhaus mitzunehmen, um damit ein bisschen rumzuprotzen. Und dabei haben sie sich natürlich selbst kräftig pheromonisiert *lach.
Während der Rest Londons unbeeindruckt weiterfeiert, kommt es im Block zur Entscheidungsschlacht. Auf der einen Seite Moses’ Gang, zwischenzeitlich versöhnt mit und verstärkt um Sam, die ebenfalls hier wohnt. Auf der anderen Seite die lüsternen Aliens und als dritte Kombattantenpartei der „Blockpate“ und Großdealer Hi-Hatz (Jumayn Hunter): Letzterer vermutet Moses hinter dieser „ganze Scheiße mit den Riesenhunden“, um die Herrschaft im Block an sich zu reißen. Neutral ist der Marihuana-Großbauer Ron (Nick Frost), in dessen gut gesicherter Plantage, die dezimierte Moses-Truppe ihr Hauptquartier aufschlägt.

Zitate

Dennis (Franz Dameh): „Da draußen ist Schlimmeres unterwegs als wir. Ich schwör’s.“

Ron: „Selbst wenn’s ’ne Alien-Invasion ist. Hey, die sind einszwanzig groß und blind und wurden von ein paar Kids aus dem Block aufgemischt. Wir sollten ganz cool bleiben.“

Die Kritik des Gunslingers:

Das Regiedebüt von Joe Cornish ist eine feine Science-Fiction-Action-Komödie. Die Streiflette reicht zwar nicht ganz an ähnlich gelagerte Kracher wie „Shaun of the Dead“ heran, schnurrt aber munter in abspannbereinigten knapp 80 Minuten durch. Mit verwickelt waren auch hier Teile des „Shaun-of-the-Dead“-Erfolgsteams: Regisseur Edgar Wright produzierte, und Nick Frost übernahm die kleine Nebenrolle des Marihuana-Papstes Ron – total laid back, dauerbekifft und mit ein paar netten Sprüchen.
Was man dem Film vielleicht anlasten kann, ist, dass der Humor zugunsten der allerdings sehr gut gemachten Action eindeutig zu kurz kommt. Hier hätte ich mir mehr Entspanntheit gewünscht, um an dieser Stelle beispielhaft auf den bereits erwähnten „Shaun of the Dead“ zu verweisen. Am Ende gibt’s dann auch noch angedeutete Sozialkritik. So riegeln die Bullen zwar recht zügig den Block ab, aber nur um die üblichen Verdächtigen zu verhaften. Die am Ende durch ebenjene abgeschlagene Invasion der Außerirdischen ist völlig wurscht, da sie ja eh nur – unbemerkt vom Rest der Stadt – die Asis im Problemviertel betraf. Denen kann man dann auch noch die beiden von den Aliens geschredderten Polizisten anhängen.
Bis auf die erwähnte Humorarmut macht der Film eigentlich nichts falsch. Die eingangs extrem unangenehm gezeichneten Jugendlichen kriegen rechtzeitig vor dem finalen Großreinemachen einen Sympathie-Push: Man zeigt sich einsichtig in die Fragwürdigkeit seine Taten, und letztlich hat ja auch das System Schuld (Zwinkern). So entsteht beim Zuschauer doch noch so was wie Empathie. Die Aliens sehen zwar aus wie blinde, pechschwarze Affen mit Leuchtgebiss, sind aber in dieser Gestalt auch perfekt als Buhmänner geeignet und dazu verantwortlich für ein paar Klein-Splattereien.

Rating: $$$$

Splatter:

4/10

 

 

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