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Cherrybomb

Info

OT: 
Cherrybomb

Jahr: GB 2009
R:
Lisa Barros d’Sa, Glenn Leyburn
B:
Daragh Carville
K:
Damien Elliott
M:
David Holmes, Stephen Hilton
D:
Rupert Grint, Robert Sheehan, Kimberley Nixon, James Nesbitt

Quelle: DVD (Capelight). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

School’s out … forever. So auch für Mal (Ruper Grint) und seinen besten Kumpel Luke (Robert Sheehan), die eben ihre Abschlusszeugnisse in den Händen halten. Während Mal als behütetem Einserschüler nun alles offensteht, sieht’s für Luke eher finster aus, der zusammen mit seinem Alki-Vater Drogen für seinen älteren Bruder Chris (Paul Kennedy) vercheckt.
Doch dies alles spielt keine Rolle mehr, als Michelle (Kimberley Nixon) auftaucht, die 15-jährige Tochter von Dave (James Nesbitt), in dessen Freizeitzentrum Mal jobbt. Beide Jungs sind sofort Feuer und Flamme für die dralle Blonde, die London und ihrer Mutter den Rücken gekehrt hat, um fortan bei Dad in der nordirischen Provinz zu leben. Michelle, die sich ihrer sozusagen exponierten Stellung bewusst ist, treibt ihre beiden Verehrer in einen sich hochschaukelnden Wettbewerb um ihre Gunst, der einen Keil zwischen die bis dato unzertrennlichen Freunde setzt.
Nachdem Michelle allerdings rauskriegt, dass ihr Alter eine ihrer Schulfreundinnen (Niamh Quinn) knattert, hat sie die Faxen dicke von Dad und Nordirland. Eine letzte Riesensause, ausgerechnet in Daves Freizeitzentrum, soll für einen standesgemäßen Ausstand sorgen.

Zitate:

Dave zu Mal: „Dein Job ist, das zu tun, was ich sage. Und nun wasch’ den Scheiß-Wagen, OK?"

Michelle: „Wie willst du das toppen?“ (Wenn das nicht den Wettstreit anheizt …)

Mal: „Ich hasse dich manchmal total.“ – Luke: „Ehrlich? Hinten anstellen, Sonnenschein, ich hasse mich nämlich die ganze Zeit.“

Die Kritik des Gunslingers:

Eigentlich, so höre ich euch fast schon sagen, ist so ein Streifen so gar nüscht für diese unsere Seite. Stimmt. Einerseits. Doch andererseits haben wir ja erstens bekanntermaßen ein weites Herz für kleinbudgetierte Independent-Produktionen, gerade europäischer Provenienz. Und so sichtete ich dieses zwar etwas holzschnittartige, doch nichts desto trotz gut gespielte Jugenddrama, wenngleich dessen Linernotes eine falsche Richtung vorgeben. Denn eines ist der Streifen, der lediglich an einem Wochenende spielt, mit Sicherheit nicht: ein actiondampfender Reißer um Exzesse und ihre Folgen.
Das erwähnt Holzschnittartige modelliert sich heraus am Setting – „Ménage à trois“ – und den beiden konstruiert gegensätzlichen Freunden Mal und Luke. Doch damit hat sich’s: Recht gut beschreibt der Film Probleme Heranwachsender mit sich selbst und der Elterngeneration. Während Mal unter seiner fordernden Familie leidet, die zwar eher unbeabsichtigt, doch dafür kontinuierlich Druck auf den Jungen ausübt, sind die Probleme Lukes und Michelles anders gelagert. Luke muss mit seinen desolaten Verhältnissen klarkommen: einem auf ganzer Linie gescheiterten Vater, der ihn zwar liebt, aber dauernd voll ist bis zur Halskrause und mit sich selbst genug am Arsch hat. Der ältere Bruder interessiert sich nur für ihn auf „geschäftlicher“ Basis. Michelle wiederum ist hin- und hergestoßen zwischen Mutter und Vater, der alles knallt, was nicht bei „Drei“ auf den Bäumen ist: schwierig, unerwünscht, im Weg. Alle verstecken sich unter einer taffen, abweisenden Schale und lenken sich mit allabendlichen Parties ab.
Der Score reicht von elektrifiziertem Schrammelpop bis hin zu Elektro und hat mit „Preparedness“ von The Bird and the Bee einen richtigen Ohrwurm im Köcher. Leider halten sich die optischen Spielereien, wie etwa durchs Bild rauschende SMS als Off-Kommentare und Einleitungen von Szenenwechseln, in Grenzen: Da erwarte ich mir gerade von Indie-Produktionen etwas mehr Experimentierfreude. Nett: Der Streifen erlebte nur aufgrund einer Internetpetition von Fans seine Kinoauswertung im UK.

Rating: $$$$-

Splatter:

3/10

 

 

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