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OT: 
Il Triangolo delle Bermude
AT:

The Bermuda Triangle (MEX)
El Triángulo diabólico de las Bermudas
SOS-SOS-SOS Bermuda-Dreieck ­ - Reise ohne Wiederkehr

Jahr: I/MEX 1978
R: René Cardona Jr.
B: René Cardona Jr., Carlo Valdemar
K: Leon Sanchez
M: Stelvio Cipriani
D: Carlos East, Hugo Stiglitz, Claudine Auger, John Huston

Quelle: VHS (Ocean)

 

Inhalt

Eigentlich wollte sich der schon etwas betagte Edward (John Huston) in aller Ruhe seiner neuen Forschungsreise widmen, als er mit Gattin Kim (Marina Vlady) und seinen drei Kindern auf der Barkasse „Black Whale 3“ in See sticht. Doch blöderweise hat Edward seinen jüngeren Bruder Peter (Carlos East) mitsamt dessen Ehefrau Sybil (Claudine Auger) eingeladen, die Reise mitzumachen.
Peter ist Chirurg, hat aber nach einem tödlich verlaufenden Kunstfehler bye-bye zu seinem OP-Besteck und hello zur Whisky-Pulle gesagt. Nun führen er und Sybil einen gehässigen Rosenkrieg, was die Stimmung an Bord nicht gerade hebt. Zweitens führt die Reise mittenmang ins berüchtigte Bermudadreieck, wo Edward und sein ältester Sohn Dave (René Cardona III) eine versunkene, prähistorische Stadt zu finden hoffen.
Als wahrer Party-Crasher erweist sich schließlich eine uralte Stoff-Puppe, die man aus dem Meer fischt und Edwards Jüngster, Diana (Gretha), vermacht. Seitdem nämlich amüsiert sich das Kind damit, jedem, der es nicht hören will, den Zeitpunkt seines kommenden Todes herauszuposaunen. Und tatsächlich mehren sich nicht nur unerklärliche Phänomene, auch Gevatter Hein hat sich zwischenzeitlich auf der „Black Whale“ eingeschifft und fängt an, bis Null runterzuzählen.

Zitate

Gordo (Miguel Angèl Fuentes), Maschinist: „Ich warne dich, Muchacho: Traue dem Meer nicht. Es ist gefährlich.“ (Mahner und Warner – sie sind zumindest im Horrorgenre die am häufigsten vorkommende, aber auch missachtete Spezies)

Peter: „Warum liegst nicht du jetzt auf dem Grund des Meeres anstatt Kim und Ed? Die Seeungeheuer würden sich freuen!“ (Die Angesprochene ist immerhin die Frau Gemahlin)

Die Kritik des Gunslingers:

René Cardonas Abenteuer-Horror-Mystery-Mix legt los wie die klassischen Katastrophen-Streifen. Es passiert erstmal nüscht, weil das Buch damit beschäftigt ist, die wichtigsten Charaktere der später zu dezimierenden Reisegruppe zumindest oberflächlich vorzustellen. Dazu gilt es, eine aufkeimende Liebesgeschichte zwischen Edwards ältere Tochter Michelle (Gloria Guida) und dem strammen Matrosen Alan (Andres Garcia) im Auge zu behalten. Das geschieht budgetschonend zumeist in Dialogform. Zwischendurch wird das Püppchen aufgefischt und einige klassische Unfälle im Bermudadreieck eingeklinkt: in erster Linie also verschwundene Flugzeuge und Schiffe.
Als der Gunslinger bereits wegzunicken droht, sorgt immerhin die kleine Diana für ein erstes kleines Highlight, als sie beim so abergläubischen wie furchtsamen, natürlich schwarzen Schiffskoch Simon (Jorge Zamora) sehr bestimmt ein rohes Stück Fleisch für ihre hungrige Puppe einfordert. Geht’s jetzt etwa los? Nein, nicht so richtig: Es plätschert weiter so dahin: Man guckt sich tote Vögel an, verliert den Funkkontakt, es nebelt, man geht endlos lange tauchen, ein Privatflugzeug stürzt ab ­ - was mit der Handlung weiter nix zu tun hat - ­ man lauscht toten Funkgeräten und fährt Dingi, und irgendwann ist die Schose auf einmal mit einem lauwarmen Aha-Effekt gegessen, lediglich ab und an unterbrochen durch einen kleinen Hingucker wie eine zünftige Schiffsschraubenschnetzelei oder ein völlig zerfetztes Bein.
Doch so richtig in die Hosen gegangen ist der Streifen nun auch wieder nicht: Die Darsteller schlagen sich achtbar, und das Püppchen ist manchmal wirklich unheimlich. Dazu lieferte Stelvio Cipriani einen gut hörbaren Score, der lediglich während des seeeehr in die Länge gezogenen Tauchgangs einbricht und sich auf einen kuscheligen Elektronik-Teppich zurückzieht. Besonders die Kinderrollen leiden aber an wirklich schwachen Synchronsprechern.

Rating: $$+

Splatter:

3/10