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Capone

Info

OT: 
Capone

Jahr: USA 1975
R:
Steve Carver
B:
Howard Browne
K:
Vilis Lapenieks
M:
David Grisman
D:
Ben Gazzara, Susan Blakely, Harry Guardino, Sylvester Stallone

Quelle: TV (Das Vierte)

 

Inhalt

Alfonso Caponi (Ben Gazzara) hat Größeres vor, als er Anfang 1918 den Jungs des New Yorker Gangsterbosses Frankie Yale (John Cassavetes) einen fetten Pelzdiebstahl versaut. Während Yale, den dreisten „Spaghetti“ am liebsten eintüten würde, ist sein Chicagoer Kumpel Johnny Torrio (Harry Guardino) durchaus angetan vom fixen und skrupellosen Caponi. Er holt den Nachwuchs-Gangster nach Chicago und lässt ihn als ersten Treubeweis seinen Geschäftspartner Big Jim Colosimo (Frank Campanella) killen, der sich weigert, mit ins lukrative Alkoholgeschäft einzusteigen.
Unter der Prohibition liefern sich die einzelnen Spritschmuggler-Gangs – Iren und Italiener – schon bald erbitterte Scharmützel, um der Konkurrenz das Wasser abzugraben. Während Torrio – ganz Geschäftsmann – auf Ausgleich zwischen den Parteien drängt, erweist sich der immer mächtiger werdende Caponi, der sich nun Al Capone nennt, als Scharfmacher.
Nachdem der durch Capones Ansprüche zunehmend unter Druck stehende Torrio nach mehreren Mordanschlägen zurücktritt und den Laden Al ganz überlässt, räumt der gnadenlos mit der Konkurrenz auf. Spätestens nach dem „St. Valentine’s Day Massacre“ von 1929 steigt Capone kurzzeitig zum mächtigsten Mann Chicagos auf, ohne den gar nichts geht. Doch die potenziellen Nachfolger scharren schon mit den Hufen, allen voran Capones bester Mann Frank Nitti (Sylvester Stallone), der dem Staat Material liefert, um seinen Boss der Steuerhinterziehung anzuklagen.

Zitate:

„Dir soll ich 5000 Dollar geben? Dir würd’ ich noch nicht mal an den Arsch pissen, wenn er in Flammen steht.“ (Capone zu einem Bullen, der mit seinem Bestechungsgeld unzufrieden ist)

„In Chicago gibt es mehr korrupte Bullen als Toiletten.“ (Dieses Capone-Zitat ist wohl authentisch)

Die Kritik des Gunslingers:

Seeeeehr freie Bio des alten „Scarface“, die recht willkürlich mit Personen und Ereignissen umgeht. Der von Roger Corman produzierte Film verzichtet außerdem darauf, familiäre, soziale und politische Verhältnisse zu beleuchten, die dem Gangstertum fruchtbaren Nährboden boten. Das geht auf Kosten der Lebendigkeit. Man hat nicht den Eindruck, es hier mit tatsächlichen Personen zu tun zu haben, sondern eher mit verkleideten „Typen“.
Die darstellerischen Leistungen wiederum gehen in Ordnung, wenn auch Ben Gazzara für meinen Geschmack allzu breitspurig und bräsig durch die Dekors stapft. Ein Pluspunkt des sehr konservativ gemachten Streifens ist allerdings die sorgfältig gemachte und damit glaubwürdige Atmo. Muss man nicht gesehen haben, bietet aber für Genre-Fans durchaus unterhaltsame Filmkost.

Rating: $$$

Splatter:

2/10

 

 

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