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Haus der tausend Freuden, Das

Info

OT: 
La Casa de los mil Muñecas

Jahr: D/SP 1967
R:
Jeremy Summers
B:
Harry Alan Towers (“Peter Welbeck”)
K:
Manuel Merino
M:
Charles Camilleri
D:
George Nader, Vincent Price, Martha Hyer, Ann Smyrner

Quelle: TV (Das 4.)

 

Inhalt

In Tanger steht ein streng geheimer, doch legendärer Edelpuff. „Das Haus der 1000 Freuden“ ward er genannt, und Zugang hat nur, wer eine persönliche Empfehlung in Form einer kleinen Spielzeugpuppe vorweisen kann. Die Frauen, die dort arbeiten, tun dies nicht ganz freiwillig. Sie wurden durch ein Mädchenschlepper-Syndikat entführt, und zwar mit Hilfe des Illusionisten Manderville (Vincent Price) und seiner Assistentin Rebecca (Martha Hyer), die die Ladies im Rahmen ihrer europaweiten Vorstellungen „verschwinden“ ließen.
Eben dieses passierte in Wien auch der süßen Diana (Maria Rohm). Ihr Verlobter Fernando (Sancho Gracia) findet sich darauf aufgrund eines Tipps in Tanger ein, weiß aber nicht, wo suchen. Als er auf das „Haus der 1000 Freuden“ und Diana stößt, ist’s auch schon vorbei: Fernando endet als Brandfackel auf einem Schrottplatz. Nun sind der FBI-Agent Dr. Armstrong (George Nader) und seine dänische Kollegin Maria (Ann Smyrner) gefragt. Die waren nicht nur Fernandos Freunde, sondern ermitteln eh bereits gegen die Mädchenhändler und halten sich zu diesem Behufe bereits als Ehepaar getarnt in Tanger auf.
Es geht nicht nur darum, Fernandos Mörder zu finden, sondern auch den unbekannten Boss des Syndikats zu enttarnen, den „Herzkönig“. Keine große Hilfe scheint dabei der einheimische Polizeichef, Inspecteur Emile (Wolfgang Kieling), zu sein, der den dickhosigen Armstrong so liebt wie einen Pickel am Arsch. Und Fernando soll nicht die einzige Leiche bleiben.

Zitate:

Manderville: „Ich liebe das Leben. Es muss furchtbar langweilig sein, wenn man tot ist. Meinen Sie nicht?“

Rebecca: „Sie müssen nicht glauben, dass ich feige bin. Ich habe nur einen ausgeprägten Selbsterhaltungstrieb.“

Abou (Herbert Fux): „Ein Meisterwerk: Sie sehen darauf aus aus wie Jerry Cotton.“ (Herbert Fux protzt gegenüber George Nader ;-) mit seinen Fotos)

Emile: „Na komm, Pussilein, lass den Onkel mal da sitzen.“

Die Kritik des Gunslingers:

Jeremy Summers arbeitete vor allem als Regisseur von 6Ts-, 7Ts-Fernseh-Serien wie „The Saint“, „UFO“. Zwischendurch verirrte er sich aber immer wieder mal auf die große Leinwand, für die er – gern mit Harry Alan Towers als Autor – in den 60ern ein paar Genrefilme inszenierte. „Das Haus der 1000 Freuden“ macht hier keine Ausnahme, wenn man mal von der spanischen Co-Produktion absieht.
Obwohl auf dem Papier gut besetzt, erreicht dieser Streifen noch nicht einmal die bei mir eh wohlwollend niedrig gehängte Messlatte für europäische Sixties-Krimis. Trotz einiger gut gemachter Actionsequenzen fehlen Tempo und Atmo: So hat man als Zuschauer nicht einen Augenblick den Eindruck, dass sich der Schauplatz der eher etwas zähen Handlung in Marokko befindet. Das sieht alles eher nach einem erstaunlich tristen Südspanien aus. Vergeudet sind hier die Talente von Vincent Price, der seiner Figur keine Konturen verleihen kann, oder auch von Herbert Fux, der mit seiner trashigen und vor allem überflüssigen Nebenrolle als schmierlappiger Touri-Fotograf eine echte Karo-Sieben gezogen hat.
Immerhin gibt etwas Exploitation: So darf sich Diane Bond *Sic* kräftig und halbnackt prügeln, auf der Flucht ein paar weiter Plünnen verlieren, um dann fast nackig ausgepeitscht zu werden. Letzteres übernimmt in überwachender Funktion die mir unbekannte Ylena Samerina, in so einer Art Latex-Anzug die Geschäftsführerin des titelgebenden Puffs mit eindeutigen Sado-Maso-Tendenzen gibt.
Am Ende ist recht kurz ein Beat-Schlager zu hören „The House of the thousand Dolls“ oder so, über den ich leider nix rauskriegen konnte. Infos very much appreciated ;-).

Rating: $$+ (Trash: $$$)

Splatter:

2/10

 

 

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