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Kein Sterbenswort

Info

OT: 
Ne le dit à Personne

AT:
Sag es niemandem

Jahr: F 2006
R, B: Guillaume Canet
B: Philippe Lefebvre
K: Christophe Offenstein
M: Mathieu Chedid (“-M-“)
D: François Cluzet, François Berléand, Kristin Scott-Thomas, Marie-Josée Croze

Quelle: TV (ZDF)

 

Inhalt

Seit Jahren schon kommt das Ehepaar Margot (Marie-Josée Croze) und Alex (François Cluzet) Beck, die klassische Sandkastenliebe, an jedem Jahrestag zurück an den Ort ihres ersten Kusses: Baden im See, Knattern auf der Badeinsel und einen Jahrestagsstrich, eingeritzt in einen geduldigen Baumriesen. Doch diesmal ist alles anders, denn Margot fällt nächtens einem perversen Serienkiller zum Opfer; Alex kommt erst im Krankenhaus wieder zu sich, nachdem er sich einen Kuss mit der Baseballkeule eingehandelt hat.
Acht Jahre später fördern Ausschachtungsarbeiten am Tatort von einst zwei vergammelte Leichen zutage, die offensichtlich mit dem damaligen Mord zu tun haben. Grund genug für die Polizei, den Mordfall noch einmal aufzurollen und den vielen Ungereimtheiten auf den Grund zu gehen. Schon bald gerät Alex wieder unter Tatverdacht. Dieser erhärtet sich, als die Cops bei einer der Leichen den Schlüssel zu einem Bankschließfach finden, das unter anderem Fotos einer offensichtlich heftig misshandelten Margot enthält. Alex Erklärungsversuche dazu wirken eher schlapp. Dann wird auch noch eine enge Bekannte (Florence Thomassin) des Geplagten erst gefoltert und dann umgenietet; die Tatwaffe entdecken die Bullen in Alex’ Butze.
So recht will Kommissar Lewkovich (François Berléand ) aber nicht an die Schuld Becks glauben, denn zumindest für den zweiten Mord passt alles zu glatt zusammen. Außerdem legen Indizien und der Obduktionsbericht nahe, dass es nicht Margot war, die acht Jahre zuvor im Krematorium eingeäschert worden war.

Zitate

Anwältin (Nathalie Baye): „Wenn man unschuldig ist, flieht man nicht.“ – Anne Beck (Marina Hands): „Zahl’ ich ein Vermögen, um mir so einen Schwachsinn anzuhören?“

Die Kritik des Gunslingers:

Ab und an kriegen sie’s ja noch hin, die Franzosen. So auch Guillaume Canet, der mit seinem zweiten Langfilm einen spannenden Psychothriller vorlegt. Dabei verlässt sich der Streifen anstatt auf Action auf die zahlreichen Wendungen, die die Geschichte immer wieder in eine andere Richtung treiben. Hat der brave und hilfsbereite Kinderpsychologe Alex am Ende doch Dreck am Stecken? Ist er ein Frauenverhauer und Mörder? War die gute Margot doch nicht das liebende Seelchen, als das wir sie anfangs sehen? Mysteriös bleibt bis ins letzte Filmdrittel, in dem sich die Schleier anfangen zu lüften, die dritte Partei, die neben Alex und den Cops intensiv am Verbleib Margots interessiert ist.
Einer der Haupttrümpfe ist die Besetzung. François Cluzet als in einem undurchschaubaren Verwirrspiel eher intuitiv als rational reagierender Normalo ist spitze. Allerdings nehme ich ihm in seiner Rolle den Action-Man nicht ab, den er aus dem Hut zaubert, um sich beispielsweise furios der Verhaftung durch abgekochte und durchtrainierte Bullen zu entziehen. Ebenfalls sehr schön ist die Performance von François Berléand, der uns den fatalistischen Polizeifuchs alter Schule gibt. In größeren Nebenrollen haben die alten Recken André Dussollier und Jean Rochefort Gelegenheit aufzufahren.
Besonders aufgefallen ist mir die eigenwillige Atmo. Während den Psychothriller alter Franzosenschule gerne Nebel und Regen schwer machen, scheint hier permanent die Sonne. Ein schöner Kontrast zur Stimmung des eingekreisten Alexandre. Kamera und Score steuern das übrige bei, um den Streifen trotz seiner Länge in der Fahrrinne zu halten.

Rating: $$$$

Splatter:

2/10

 

 

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