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Murder Rock - Dancing Death

Info

OT: 
Murder Rock – Uccide a Passo di Danza
AT:

Giallo a Disco
Der Frauenmörder mit der Hutnadel
Der Todestanz

Jahr: I 1984
R: Lucio Fulci
B: Gianfranco Clerici, Vincenzo Mannino, Roberto Gianviti
K: Giuseppe Pinori
M: Keith Emerson
D: Olga Karlatos, Ray Lovelock, Cosimo Cinieri, Giuseppe Mannajuolo

Quelle: DVD (CCI / VZM)

 

Inhalt

Im New Yorker Tanztempel von Direktor Dick Gibson (Claudio Cassinelli) liegen die Nerven blank: Ersten sollen lediglich drei der Tänzerinnen der Fortgeschrittenen-Klasse eine Chance in einer großen Broadway-Show erhalten. Da sind Zickenkrieg und Stutenbissigkeit vorprogrammiert. Zweitens hat der notorisch geile Gibson die Leitung der Klasse der Drill-Amazone Candice Norman (Olga Karlatos) übertragen, worüber nicht nur die alte Trainerin Marge (Geretta Marie Fields), sondern auch die Tänzerinnen not amused sind.
So tippt Lieutenant Borges (Cosimo Cinieri), die coole Sau, auch prompt auf einen Täter aus dem Inner Circle, als eines der Mädchen (Angela Lemerman) unter der Dusche erst chloroformiert und anschließend mit einer Hutnadel final perforiert wird. Während der Killer die Hupfdohlen weiter dezimiert, entdeckt Candice auf einem Werbeplakat den Mann, der sie in ihren Albträumen umbringt. Das Gesicht gehört dem abgehalfterten Schauspieler George Webb (Ray Lovelock), der eher die Untiefen einer Whiskyflasche auslotet, denn Aufträge bekommt und der nicht nur einen dunklen Punkt in seiner Vergangenheit hat.
Candice fängt eine Knatterbeziehung mit dem zwielichtigen Webb an, zu dem es eine verschüttete Verbindung gibt, die weit zurück reicht.

Zitate

Borges: „Habt ihr schon einmal daran gedacht, dass unter euch jemand ist, der paranoid ist, Tänzer hasst und beschlossen hat, euch alle umzubringen? Er hätte mein vollstes Verständnis.“

Davis (Giuseppe Mannajuolo): „Sie meinen, er ist ein Psychopath?“ – Borges: „Nein, das ist er nicht. Er ist ein Arschloch.“ (Dialog nach der Verhaftung eines Trittbrettfahrers)

Die Kritik des Gunslingers:

Lucio Fulci inszenierte hier einen Thriller, den eingefleischte Genre-Fans in der Regel eher minder schätzen. Was natürlich stimmt, ist, dass Gore-Hounds hier nicht auf ihre Kosten kommen. So sind die Morde zwar teilweise schön fies in Szene gesetzt, wenn beispielsweise die Hutnadel langsam und mit einem Geräusch, das an reißendes Papier gemahnt, in eine nackte Frauenbrust eindringt. Doch leider sind solche Szenen eher rar gesät. Ebenfalls zu Abzügen in der B-Note führen die ausgewalzten Tanzszenen, gerade am Anfang des Filmes, in denen uns Fulci zu enervierender Flash-Dance-Disco-Mucke dampfende Frauenleiber präsentiert. Das geht deutlich auf Kosten des Tempos und erhöht auch nicht zwingend den Erotik-Faktor.
Doch alles in allem empfinde ich den Streifen als unterhaltsamen, solide gemachten Oldschooler, der auch als Giallo für mich besser funktioniert als deutlich besser beleumundete Vertreter wie etwa „Der Schwanz des Skorpions“. Fulci serviert ein paar nette Twists, in denen er uns Verdächtige präsentiert und wieder nimmt und wartet auch mit ein paar schönen Ideen auf. So untermalt er die Morde akustisch oft mit einem Herzklopfen, das auf einmal erstirbt. Schön. Auch die Kameraführung ist gelungen, mit den für Fulci typischen Einstellungen von langen Gängen, illuminiert durch schummrige oder flackernde Beleuchtung.
Schauspielerisch rockt der Streifen insbesondere beim Schnetzelfutter nicht das Haus, doch sind die Hauptrollen immerhin passabel besetzt. Gut gefallen hat mir insbesondere Cosimo Cinieri als fatalistischer, in einer Tour Pistazien fressender Cop, und auch die Exploiter-erfahrenen Lovelock und Karlatos machen einen guten Job. Angesprochen schrecklich allerdings der Score, für den Keith Emerson verantwortlich zeichnete, die alte Progressive-Säge.

Rating: $$$+

Splatter:

2/10

 

 

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