Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)

Toggle Sidebar

Info

OT: 
Con la Muerte alla Espalda

AT:
Con la Morte alle Spalle (I)
Electra 1
Typhon sur Hambourg (F)
Spion wider Willen

Jahr: D/SP/F/I 1966
R: Alfonso Balcazar
B: José Antonio de la Loma (“Tony Delom”), Giovanni Simonelli (nicht kreditiert), Helmut Harun
K: Victor Monreal
M: Claude Bolling
D: Francisco Martinez Celeiro (“George Martin”), Vivi Bach, Klausjürgen Wussow, Rosalba Neri

Quelle: TV (Das Vierte)

 

Inhalt

„Organisation Elektra“ nennt sich eine Bande Finsterlinge, die nur ein Ziel haben: reich zu werden, seeehr reich. Zu diesem Behufe hat Elektra die „Operation Taifun“ eingestielt, bei der eine neue, selbst entwickelte Super-Droge an die Chinesen verhökert werden soll. Die Supermächte USA und Russland sehen der Geschichte vergleichsweise entspannt entgegen, denn ein Gegenmittel ist bereits entwickelt und soll in Hamburg, getarnt durch eine große Schmuckmesse, vor einer Handvoll Eingeweihter präsentiert werden.
Die Entspannung weicht Entsetzen, denn Elektra in Gestalt des bösen Klaus (Klausjürgen Wussow) und seiner Komplizin Silvana (Rosalba Neri) killt den Professore (Georges Chamaral) noch im Messehotel. Der Koffer mit Gegenmittel und Formel ist mitsamt des Professors Assistentin Monica (Vivi Bach) verschwunden, denn um die kümmert sich Gary (Francisco Martinez Celeiro), genannt der „Juwelen-Fuchs“, ein gewiefter Schmuckdieb, der das große Geschäft wittert. Elektra, CIA und KGB versuchen nun, in den Besitz der Preziosen zu kommen. Gary wiederum ist bestrebt, aus der Hatz den größtmöglichen Profit zu schlagen, um sich für die versalzene Schmuckmesse schadlos zu halten.

Zitate

Monica: „Sie sind ein Egoist! Was interessiert Sie überhaupt?“ – Gary: „Geld. Schmuck. Und Frauen wie Sie.“

Gary: „Wäre blöd, ausgerechnet jetzt zu sterben.“

Bulle: „Endlich passiert mal wieder was in Hamburg.“

Die Kritik des Gunslingers:

Das Team Balcazar, de la Loma und Monreal war nicht nur einmal an Produktionen der Germania International in teilweise wechselnden Zuständigkeiten beteiligt, wie etwa bei „Feuer frei auf Frankie“. In „Operation Taifun“ inszenierte Alfonso Balcazar mit „George Martin“ einen seiner Lieblingsstars. Das Drehbuch dieses putzigen Eurospy-Streifens dürfte zwar fast auf einen Bierdeckel passen, doch auch inhaltliche Nichtigkeiten wie diese sind beim guten Alfonso in den richtigen Händen. So recht hat der nämlich keinen Filmstoff versenkt, wenn ich das aus meiner begrenzten Seherfahrung heraus mal so ins Blaue behaupten darf.'
So bekommen wir eine einzige, fast 90 Minuten dauernde Verfolgungsjagd mit unterschiedlichen Beteiligten auf die Augen, die sich über Autobahnen, Dorfstraßen, die Elbe oder durch Nachtclubs zieht. Das alles ist rasant inszeniert, so dass Langeweile nicht aufkommen mag, und dank Monreals Kamera fein bebildert. Claude Bolling legte einen groovenden Jazz-Score drunter, gepimpt durch Orgel und Flöteneinsatz, und sorgt damit für rutschsicheres Parkett.
Alle Beteiligten waren offensichtlich mit Spaß bei der Sache. Wussow, einmal mehr als Schmalspurfiesling, und Rosalba Neri mit tollen Kleidern und schwarzem Herzen, auf der Bösewichtseite, während der smarte „George Martin“ dank seines körperbetonten Einsatzes seine Stuntman-Erfahrungen ausspielen kann. Einen Sonderapplaus kriegen Michel Montfort und Ignazio Leone als sich ständig kabbelnde, konkurrierende Agenten, die nicht mit, aber auch nicht ohne einander können. Farblos bleibt allerdings Vivi Bach, Gattin Dietmar Schönherrs, die leider nicht aus dem zugegebenermaßen engen Rollenkorsett ausbrechen kann.

Rating: $$$$ (Trash: $$$$)

Splatter:

0/10