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Priest of Evil - Satans Dunkle Wege

Info

OT: 
Harjunpää ja pahan pappi 

Jahr: FIN 2010
R: Olli Saarda
B: Leo Virret
K: Ranno Ronkainen
M: Tomi Malus, Jyrkii Rakkonen
D: Peter Franzén, Irina Björklund, Jenni Banerjee, Sampo Sakorla

Quelle: DVD (Ascot Elite). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Die bisher wohlgeordnete Welt des Helsinkier Kommissars Timo Harjunpää (Peter Franzén) geht aus den Nähten, als ein durchgeknalltes Arschloch (Ville Saksela) seine älteste Tochter (Saga Sarkola) erschlägt. Nicht nur das Familienleben ist ruiniert, sondern auch Timos bisher unerschütterlicher Glauben ans finnische Gesetz erschüttert, als der Mörder nur lächerliche zwei Jahre Knast aufgebrummt kriegt.
Der bisherige Musterbulle schmeißt nach einiger Zeit seine Psychotherapie und hilft sich mit chemischen Aufhellern über den Tag. Er funktioniert zwar weiter, macht aber zunehmend Fehler, so dass er immer am Rande der Kündigung entlang torkelt. Außerdem quälen ihn Rachefantasien gegen den einsitzenden Mörder, der noch dazu zwischenzeitlich kurz vor der Entlassung steht.
Während Timo sich seinen inneren Dämonen ausgeliefert sieht, müssen er und seine Kollegen in einer amtlichen Mordserie ermitteln. Ein offensichtlich schräg religiös motivierter Täter betreibt Selbstjustiz an Schlägern, die ihre Familie fäusteln. Bevorzugt geschehen diese Morde, in dem der Delinquent vor einfahrende U-Bahnzüge stürzt. Timos Gattin Elisa (Irina Björklund), die seit dem Tod der Tochter auf dem Religionstrip ist, hat ohne ihr Wissen bereits Bekanntschaft mit dem Mörder geschlossen.

Zitate

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Die Kritik des Gunslingers:

Ich gebe zu, dass mir das finnische Filmschaffen, außer vielleicht das Oeuvre der Kaurismäki-Brüder, weitgehend fremd ist. Doch da die Maniax prinzipiell dem Thriller skandinavischer Provenienz wohlwollend gegenüber stehen, bin ich über vorliegenden Streifen gestolpert.
Fängt klasse an: Das eisige Helsinki ist gut fotografiert. Bulle Timo bei der Arbeit. Tochter Emmi im Club. Timo macht sich verspätet auf den Weg, Tochter abzuholen; Tochter gerät in Bredouille, wird erschlagen. Anschließend nehmen wir hautnah teil am zunehmenden Zerfall der bisher wohlgeratenen Polizistenfamilie: Frau gibt Mann die Schuld am Tod und straft ihn mit totaler Missachtung. Halt gibt ihr die Religion. Timo wiederum frisst Pillen, versucht sich durch seinen Job zu mogeln, durchlebt immer wieder den Todestag und den Prozess gegen den reuelosen Täter, dem er regelmäßig blutige Fotos seines Opfers in die Zelle schickt. Gleichzeitig bereitet er sich auf die Umsetzung seiner Rachefantasien vor, für den Tag, wenn der Mörder entlassen wird. Unter allem leidet Paulina (Rosa Salomaa), Schwester der toten Emmi, die Angst hat, nun auch noch die Eltern zu verlieren.
Wie bei etlichen anderen Filmen auch trägt dieser Handlungsstrang mit hohem Psychodramateil deutlich stärker als der eigentliche Krimiplot. Das liegt einmal an den starken Darstellern, aber auch an der technischen Umsetzung, was unter anderem viele zum Teil optisch und akustisch verfremdete Bild- und Ton-Rückblenden umfasst. Als sich der Streifen leider komplett der Mörderhatz und der in Schwulitäten geratenen Elisa zuwendet, bedeutet dies einen Bruch in der bis dahin dichten Atmosphäre. Wenngleich die Geschichte auch danach nicht langweilig und auch der atmosphärische Grundton durchgehalten wird, verweigert dies dem Film hier zumindest den Durchmarsch in höhere Regionen der Wertungsskala. Dass sich die massiven Psycho-Probleme des Bullen quasi über Nacht mit einer Kollegin (Jenni Banerjee) wegknattern lassen, glaubt doch nebenbei wohl niemand. Und das theatralische Action-Finale machte mich auch nicht so recht glücklich. Es bleiben dennoch repektable:

Rating: $$$$-

Splatter:

3/10

 

 

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