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Schlachter, Der

Info

OT: 
Le Boucher
AT:
Il Tagliagole (I)

Jahr: F/I 1970
R, B:
Claude Chabrol
K:
Jean Rabier
M:
Pierre Jansen
D:
Stephane Audran, Jean Yanne, Antonio Passalia, Pascal Ferone

Quelle: TV (Tele5)

 

Inhalt

Als in der französischen Provinz eine junge Frau erstochen aufgefunden wird, bedeutet dies in erster Linie Abwechslung im beschaulichen Alltag. Abwechslung erlebt allerdings auch die junge Schulleiterin Helène (Stéphane Audran), der der Metzger Popaul (Jean Yanne) den Hof macht.
Die Pädagogin steht zwar nach einer erlittenen Enttäuschung der vom Schlachter angepeilten Knatterei eher reserviert gegenüber, weiß aber die schönen Batzen Fleisch auf dem Tisch des Hauses zu schätzen, die Popaul voller Hoffnung auf Mehr ankarrt. Da stört es erstmal nicht, dass Popaul nach 15 Jahren in der Armee, die er an verschiedenen Kriegsschauplätzen verbrachte, einen waschechten Knacks davongetragen hat.
Doch die erste Leiche soll nicht die letzte gewesen sein, denn ausgerechnet auf einem Schulausflug tropft einem kleinen Mädchen Blut auf die Butterstulle: Leiche Nummer Zwei und ausgerechnet die frisch Angetraute von Helènes Kollegen Leon. Am Tatort lässt die Pädagogin ein Feuerzeug verschwinden, das dem frappierend ähnelt, was sie dem Schlachter zum Geburtstag geschenkt hatte. Als aber Popaul des abends eben jenes zückt, zerstreut sich der Anfangsverdacht. Dann findet sich Leiche Nummero Drei ein, und Helène kommen wieder Zweifel.

Zitate:

Popaul: "Was würden Sie tun, wenn ich Sie jetzt küssen würde?" - Helène: "Gar nichts. Aber ich bitte Sie, es nicht zu tun."

Die Kritik des Gunslingers:

Leiser Thriller von Claude Chabrol, der diesmal trotz des passenden Schauplatzes weitgehend darauf verzichtet, gesellschaftliche Abgründe auszuloten. Stattdessen erzählt er eine Irgendwie-Liebesgeschichte, bei der einer will, die andere aber nicht so wirklich. Doch schlussendlich reichen sich die Beteiligten in unbekundeter Komplizenschaft das Mündchen.
Spielen anfangs die Morde eine untergeordnete Rolle, dominieren sie spätestens mit der Entdeckung des Feuerzeugs am Tatort die Handlung, was der Spannung gut tut. Mit Chabrols damaliger Gattin Stephane Audran und Jean Yanne sind die Hauptrollen kompetent besetzt, und auch atmosphärisch gibt's nix zu meckern. Aber besonders letzteres wäre bei Chabrol auch eine Überraschung.

Rating: $$$+

Splatter:

2/10

 

 

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