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  • Der deutsche KrimiDer deutsche Krimi hat schon seine Eigenarten. Während man in den 1920er- und frühen 30er-Jahren mit Streifen wie "Dr. Mabuse" oder "M" auf internationalem Niveau spielte, wehte den Nachkriegsproduktionen ein muffiger Dunst aus biederer Provinzialität und braver Amtschimmelei voraus: geprägt von Edgar Wallace, den pfeiferauchenden Maigret-Rip-Offs der 50er/60er-Leinwände (z.B. Siegfried Lowitz) und den knuffigen Ermittlern mit Herz der 70er/80er Jahre-Mattscheibe (z.B. Siegfried Lowitz). 
  • Der US-GangsterfilmSeit mehr als 80 Jahren ist der Gangster auch im US-Kino angekommen und feierte mit Stars wie James Cagney, George Raft, Edward G. Robinson, später auch Humphrey Bogart erste Erfolge: knallharte Aufsteiger in Maßanzügen, die am Ende mit qualmender Knarre und Kippe in den erstarrenden Mundwinkeln zumeist den Löffel abgeben müssen, ’cos „Crime doesn’t pay“ ;-).
  • EurocrimeWeit mehr als die Deutschen ließen sich Franzosen und Italiener schon in den 50ern von Hollywood inspirieren und orientierten sich an den einschlägigen Gangster- und Noir-Streifen. Meist in gemeinsamen Co-Produktionen - manchmal mischten auch die teutonischen und spanischen Kollegen mit - entstanden ausgebuffte Caper-Movies, frostige Thriller und durchtriebene Gangster-Epen wie "Rififi", "Der eiskalte Engel" oder "Der Clan der Sizilianer".
  • EurospyDer Agentenfilm wurde schon in den 30ern unter dem Einfluss des dräuenden Krieges kultiviert (siehe Hitchcocks "Sabotage"), aber erst der Erfolg der Verfilmungen von Ian Flemings Romanhelden James Bond Anfang der 60er Jahre definierte ein ganzes Genre. 
  • Film NoirExperten streiten sich nach wie vor, wann der Startschuss fiel für den Film noir, ein Sub-Genre, dessen Blütezeit nur rund 15 Jahre anhielt, das aber bis heute inspiriert. Ob’s nun 1940 oder 1942 war, ist uns aber herzlich Latte. 
  • Giallo1963 drehte Mario Bava mit "Blutige Seide" die Blaupause für den "Giallo", benannt nach italienischen Pulpromanen in gelben Einband. Fortan gehörten sexuell derangierte Serienkiller, scharfe Schnittwaffen, Seidenschals, jede Menge nackte Haut und entsprechend hübsche Leichen im Minirock zu den Standards einer zünftigen italienischen Metzelrunde.