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Toter spielt Klavier, Ein

Info

OT: 
Taste of Fear
AT:
Scream of Fear

Jahr: GB 1961
R:
Seth Holt
B:
Jimmy Sangster
K:
Douglas Slocombe
M:
Clifton Parker
D:
Susan Strasberg, Ann Todd, Robert Lewis, Christopher Lee

Quelle: DVD (Sony)

 

Inhalt

Auf Einladung ihres Vaters begibt sich die junge Penny Appleby (Susan Strasberg) nach Nizza, wo ihr Alter samt neuer Gattin residiert. Penny, seit einem Reitunfall an den Rollstuhl gefesselt, kommen nach ihrer Ankunft einige Dinge nicht ganz koscher vor. Wie etwa die mysteriöse Geschäftsreise, auf die sich ihr Vater (Fred Johnson) just vor ihrem Eintreffen begeben hat, obwohl sie sich immerhin zehn Jahre nicht gesehen haben.
In der riesigen Villa mit Meerblick zerstreuen sich Pennys komische Gefühle erstmal, denn Vatterns ihr unbekanntes Ehegespons Jane (Ann Todd) zeigt sich sympathisch und zuvorkommend. Aber schon bald häufen sich die unheimlichen Ereignisse. So stolpert Penny immer wieder über ihren offensichtlich toten Vater, sie hört ein Klavier spielen, obwohl sie allein im Haus und das Klavier abgeschlossen ist; in der Garage steht der Wagen, mit dem ihr Vater angeblich unterwegs ist. Ist klar, dass sämtliche Erscheinungen wie von Geisterhand verschwunden sind, bis Penny jemanden holen kann.
Allmählich zweifelt das so schöne wie psychisch schon immer labile Kind an seinem Verstand, zumal auch der lästige Dauergast ihre Stiefmutter, Dr. Gérard (Christopher Lee), dauernd von Wahnsinn schwadroniert. Einzig Chauffeur Robert (Ronald Lewis), mit dem sie bald mehr als Freundschaft verbindet, scheint ihr zu glauben und bietet seine Hilfe an.

Zitate:

Dr. Gérard: „Die Fantasie ist etwas sehr Merkwürdiges. Sie kann einem unangenehme Streiche spielen.“

Penny: „Verzeih mir. Es kommt nicht wieder vor.“ – Jane: „Hoffentlich. Es besteht sonst die Gefahr, dass du gemütskrank wirst.“ (Wenn man halt dauernd Leichen sieht …)

Die Kritik des Gunslingers:

Seth Holt, der als Regisseur für Hammer und Amicus arbeitete, inszenierte hier einen sorgfältig gemachten und gut konstruierten Thriller. Der Plot aus der Feder von Hammer-Urgestein Jimmy Sangster rückt bis zuletzt nicht so recht damit raus, wer nun eigentlich eine weiße Weste hat. Dazu gibt’s ein paar feine Storytwists. Es ist dabei allerdings offensichtlich, dass das Gespann Sangster/Holt mit Sicherheit den Klassiker „Die Teuflischen“ von Clouzot gesehen hat, der Maßstäbe für den Psychothriller setzte.
Der Streifen ist klasse fotografiert. Kamerachef Douglas Slocombe, der später beispielsweise auch für die drei „Indiana-Jones“-Streifen tätig war, setzte die üppigen Dekors in der Mittelmeer-Villa fast wie in einem Horrorfilm in Szene. Was ja eigentlich eh’ die Hauptspielwiese von Hammer war. Doch gerade in den 60ern produzierte man auch ein paar Psychothriller wie etwa „Haus des Grauens“, die auch zumeist Jimmy Sangster skriptete, während Freddie Francis oder auch Seth Holt inszenierten.
Schauspielerisch möchte ich besonders Ann Todd hervorheben, Ehefrau von David Lean. Ihre mit minimalem mimischem Aufwand vorgetragenen Andeutungen tragen zu einem Gutteil die Spannung im ersten Teil des Films. Christopher Lee hat mal wieder einen eher kleinen Nebenpart und ist hier fürs Schießen einiger Nebelkerzen verantwortlich ;-). Recht wenig zu tun hatte naturgemäß Fred Johnson, der hier allerdings ebenfalls gesonderte Credits kriegt: Seine Unterwasserszene ist wirklich gelungen *lach*. Wacker schlägt sich Susan Strasberg, Tochter des bekannten Actors-Studio-Chefs, die hier vor allem süß und hilflos auszusehen hat, was ihr gut gelingt.
Der Score untermalt in klassischer Manier mit viel Streichern die Stimmung und setzt gekonnt dramatische Akzente. Ich vergebe

Rating: $$$$+

Splatter:

0/10

 

 

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