Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)

Toggle Sidebar

Italowestern-Soundtracks oder
die Musik als Schmalz auf der Stulle

Über die generelle Rolle der Musik im Italowestern haben wir uns bei den Komponisten bereits ein wenig verbreitet. Hier wollen wir uns daher kurz einem wichtigen Teilaspekt der Soundtracks widmen. Titellieder greifen in der Regel das musikalische Hauptthema des Films in einer Vokalversion auf, die Vor- oder/und Abspann unterlegt. In einigen Streifen sind die Songs auch in die Handlung integriert, werden im Saloon dargeboten („Das Todeslied von Laramie“) oder auch am Lagerfeuer zur Guitarra gesungen („Ringo, such dir einen Platz zum Sterben“). Von den mehreren hundert Italowestern-Soundtracks beinhaltet, grob geschätzt, nur ein knappes Hundert ein munter’ Liedlein. Doch sind diese – zumindest für uns – echte „Hinhörer“, so dass wir uns an dieser Stelle deren englischen Texten widmen und versuchen, diese für euch zu transkribieren. Ihr könnt euch vorstellen, dass das Lauschen zu den manchmal eigenwilligen Melodeien nicht nur eitel Freude, das phonetische Erfassen der Texte zum Teil nachgeradezu harte Arbeit ist. Hilfe von eurer Seite ist also immer willkommen.

Nahezu alle der bekannten und produktiven Notenschmiede, die Musik für Italowestern schrieben, heißen sie nun Ennio Morricone, Bruno Nicolai, Luis Bacalov, Francesco De Masi, Angelo Francesco Lavagnino oder Nico Fidenco, haben in ihren Soundtracks ab und an auf die Dienste von Vokalisten zurückgegriffen. Wenn sie die Songs nicht gleich selbst einsangen wie zum Beispiel Augusto Martelli („Der Gefürchtete“) oder häufig die Brüder De Angelis.

Sie ließen sich das Singen nicht verbieten

Während die Sängerinnen, wir lassen da mal Edda Dell’Orso außen vor, weil sie in der Regel keine Texte sang, sondern „Sounds“ produzierte, immer wieder wechselten, lässt sich bei den männlichen Kollegen doch eine gewisse Regelmäßigkeit erkennen. Häufig am Start war beispielsweise der Amerikaner  Peter Tevis: ein Folksänger, der ab Beginn der 60er-Jahre regelmäßig mit Ennio Morricone zusammenarbeitete. Ebenfalls oft gebucht war Ettore „Raoul“ Lovecchio, der seine Musik-Karriere bei Alessandro Alessandroni und seinem Chor „Il Cantori moderni“ begann, und viele Musiken mit seinem Bariton *hust* eher schwer verständlich veredelte (Zwinkern). Der Morricone-Spezi Alessandroni ist übrigens Kunstpfeifer und als solcher auf einigen Morricone-Soundtracks zu hören. Er komponierte ebenfalls, u.a. die Musik zu „Leg ihn um, Django“. Erwähnenswert in dieser Aufzählung sind noch Maurizio Attanasio, der als Maurizio Graf viele Italowestern-Lieder einsang, und der gebürtige Niederländer Peter Boom, der als ausgebildeter Opernsänger an Soundtracks für Morricone, Armando Trovaioli oder Marcello Giombini mitarbeitete. Weitere, öfter zu hörende Interpreten sind unter anderem das Trio „The Wilder Brothers“, der amerikanische Schauspieler und Sänger Don Powell oder der italienische Schlagersänger und Crooner Fred Bongusto.

Die Songs