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Vier Fäuste für ein Halleluja

Info

OT:
...continuavano a chiamarlo Trinità
AT:

Der kleine und der müde Joe (DDR)

Jahr: I 1971
R:  Enzo Barboni ("E.B. Clucher")
B:  E.B.
K: Aldo Giordani
M: G. & M. De Angelis ("Oliver Onions")
D: Mario Girotti, Carlo Pedersoli, Yanti Somer, Harry Carey Jr.,  Antonio Monselesan ("Tony Norton")

Quelle: DVD (EMS)

Weitere Daten und Infos zu "Vier Fäuste für ein Halleluja" in der SpencerHill-Datenbank.

 

Inhalt

Die beiden Brüder Bambi (Carlo Pedersoli) und Joe (der Müde... Mario Girotti) sind sich seit ihrem letzten verunglückten Coup nicht mehr allzu grün. Beim alljährlichen Familientreffen droht ihre Fehde zu eskalieren; aber Papi (Harry Carey Jr.) rettet die Bruderschaft, in dem er den Todkranken markiert und den beiden Spießgesellen seinen letzten Willen aufdiktiert: Die beiden Brüder sollen gemeinsam die Ganovenehre der Familie retten und Bambi Joe endlich zum respektablen Pferdedieb anlernen.
Die Ausbildung gestaltet sich schwerer als gedacht, hält sich Joe doch ungernst an Bambis vorgegebene Regeln. Um nicht weiter aufzufallen, tarnen sie sich als "Geheimagenten" der Regierung, was wiederum noch mehr ungewünschte Prominenz verursacht. Stantepede werden sie von Col. Parker (Emilio Delle Piano), der seinen lukrativen Waffenschmuggel in Gefahr sieht, bestochen. Doch statt beide Äuglein fest zu schließen, beginnen sich Bambi und Joe immer mehr, für Parkers illegale Aktivitäten zu interessieren...

Zitate

Bambi:

"Jetzt erteil' mir die Absolution, sonst brech' ich dir den Riechpriemen weg!"

"Luzifer? Nie von dem gehört. Klingt wie ´n besoffener Profi aus Schweden."

"Mach schon Platz, ich bin der Landvogt."

"Ich nehm' dir die Kohl´n nur ab, damit du die Pferde nicht bestechen kannst."

"Schlagt richtig zu Brüder, der Herr will Blut sehen!" (Der Klosterabt ist Alttestamentarier)

"Was ist mit ihm: Zieht der Nebenluft, oder sind seine Socken kaputt?"

Die Kritik des Sargnagels:

Ja, das ist die Referenz im Bereich des spaßigen Italowesterns. Das Konzept von "Die rechte und die linke Hand des Teufels" wurde konsequent ausgebaut und verfeinert. Zwar beißt diesmal überhaupt kein Protagonist ins Gras, der Streifen ist dennoch alles andere als kommerziell glattgeschliffen. Liebevoll wurden die Gags um Terence Hill und Bud Spencer inszeniert und aufgebaut, die hochgepitchte Maulschellen-Sequenz mit Antonio Monselesan wurde z.B. in etlichen folgenden SpencerHill-Filmen gerne abgewandelt wiederholt, augenscheinlichst in  "Mein Name ist Nobody". Auch wenn die Handlung manchmal etwas an Logik mangelt, das hohe Tempo wird aufrecht gehalten.
Barboni ist der Leone des Spaßwesterns; statt der Colts sprechen bei ihm  allerdings die Fäuste. Die Inszenierung ist absolut hochwertig und perfekt abgestimmt, da stimmt einfach alles. Vom Soundtrack der de Angelis-Brüder über die routinierte Kamera bis zum astreinen Schnitt - alles feinste Ware.

Naturalmente ist der Streifen völlig auf die beiden Hauptdarsteller Spencer und Hill ausgelegt, Barboni lässt aber auch den Rest des Ensembles im Rahmen ihrer Möglichkeiten glänzen. Yanti Somer hinterliess solch einen reizenden Eindruck als Love Interest des müden Joe, dass man sie auch gleich für das kurz darauf gedrehte Hill-Solo "Verflucht, verdammt und Halleluja" buchte. Für die junge Finnin DER Karrierehöhepunkt, danach ging es in die Untiefen des C-Movies.
Die Synchro von Rainer Brandt bietet mit das Beste, was der Altmeister der Schnodderschnauze je auf Tonspur bannen durfte; es handelt sich allerdings um eine Zweitsynchro zur Wiederverwertung des Streifens Anfang der 80er Jahre, die auch für VHS und später für DVD verwendet wurde.
Fazit: Höchstwertung.

Nachklapp:

Inzwischen gibt´s auch endlich die deutsche Originalsynchro auf dem Markt, damals gesprochen von Wolfgang Hess (Carlo Pedersoli) und Hartmut Reck (Mario Girotti). Die Schenkelklopfer-Sprüche sind hier noch nicht enthalten, die Synchro ist wesentlich gediegener und feiner geraten, erleidet trotzdem dadurch keinen Charme-Verlust gegenüber der bekannten Version. Hess und Reck waren schon die Stimmen bei "Die rechte und die linke..."; der inhaltliche Bezug zum Vorgänger kommt hier wesentlich mehr zur Geltung, es wird z.B. offensichtlich und mehrfach auf den verhinderten Pferdediebstahl eingegangen und auch die Charakterzeichnung der beiden Brüder wurde 1:1 übernommen - so mancher logische Holperer der Zweitfassung existiert hier nicht. Die reinen Slapstick-Szenen wirken durch das Fehlen der Brandt´schen Sprüche und Worteinwürfe "intensiver".
Wenn mir auch die liebgewonnenen und fast Fleisch gewordenen Sprüche in dieser Fassung fehlen, gibt´s trotzdem nix zu mäkeln. Ebenfalls hochwertig. ;-)

Rating: $$$$$

Bodycount:

Zero. Dafür Myriaden von Prellungen, Zahnverlusten und Knochenbrüchen.

Explizite Brutalitäten:

Die Fressorgie im Nobelrestaurant

Liebe:

3/10 (Joe lässt gerne mal bei der Siedlertochter den Charmeur raushängen)

 

 

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