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An den Galgen, Bastardo!

Info

OT: 
¿Quién grita venganza?

AT:
I Morti non si contano

Jahr: I/E 1968
R:
Rafael Romero Marchent
B:
Marco Leto
K: Franco Delli Colli
M: Riz Ortolani
D: Antonio de Teffè ("Anthony Steffen"), Mark Damon,
Luis Induni, Piero Lulli, Raf Baldassarre, Maria Martini

Quelle: VHS (VPH Video)

Poster, Lobbycards etc. von "An den Galgen, Bastardo!"

 

Inhalt

Die beiden bleistreuenden Strolche Fred (Antonio de Teffè) und Johnny (Mark Damon) verdingen sich im Westen als recht geschäftstüchtige Kopfgeldjäger. Dabei nehmen sie es selbst nicht ganz ernst mit der Justizia, wenn es gilt, auch mal einen korrupten Sheriff (Piero Lulli) über den Leisten zu ziehen. Der Trick, sich als Bountyhunter samt Beute auszugeben, geht aber gehörig in die Beinkleider, denn der Oberforstrat mit Blechstern hat die vermeintlichen Mörder schon drei Tage zuvor hinterm Kabuff gehängt. Nun landen die Beiden ihrerseits im Knast, kommen aber überraschenderweise dank der Intervention des Großgrundbesitzers Rogers (Luis Induni) wieder frei.
Rogers, der seinen Besitz durch letale Landvertreibung der Anwohner unerkannt mithilfe einer gemieteten Banditentruppe stetig vergrößert, hätte die Burschen zwecks ungestörter Weiterführung seiner Geschäfte lieber aus der Stadt; nur Johnny und Fred tun ihm nicht den Gefallen, sondern bleiben aufgrund der mysteriösen Gemengelage erstmal im Hotel und harren der Dinge.
Dass es im Städtchen nicht mit rechten Dingen zugeht, haben sie schnell erkannt, und sowas verspricht auch meist ein volles Portemonnaie. Mit der Zeit mischen sie gehörig Gesindel in der Umgebung auf, plündern somit auf legale Weise die Kasse des Sheriffs und pfuschen auch Rogers gehörig ins Business. Das sorgt für Freude bei der Landbevölkerung, die stantepede Fred zum neuen Gesetzeshüter ernennt. Die Gegenseite allerdings sieht ihre Felle endgültig davonschwimmen, lässt die Masken fallen und holt zum finalen Gegenschlag aus...

Die Kritik des Sargnagels:

Trotz der guten Voraussetzungen schaffte es Marchent mal wieder nicht so richtig, einen ordentlichen Spaghetti zu servieren. Trotz der namhaften Besetzung (De Teffè, Damon), guter Kameraarbeit von Delli Colli und passendem Score von Ortolani hapert's wie üblich an der Inszenierung. Was Shoot-Outs, Stunts und den branchentypischen Humor angeht war er auf der Höhe der Zeit, aber die Umsetzung ist teilweise mehr als bieder und dazu recht unmotiviert. Die Handlung enthält einen völlig überflüssigen Sub-Plot (die Frau von Rogers glaubt, Johnny wäre ihr verstoßener Sohn), der von den Protagonisten am Schluss auch noch ziemlich lächerlich aufgelöst wird.
Wenigstens kommt man in den seltenen Anblick eines gar schallend lachenden de Teffè, der mal erfrischend heiter aus der Wäsche guckt. Darstellerisches Glanzlicht ist Mark Damon, der mir schon in "Ringo mit den goldenen Pistolen" gut gefallen hat.
Ganz grässlich ist allerdings die deutsche Videofassung, die dieser Review zugrunde liegt: übelst verschnitten, um ganze elf Minuten gegenüber der deutschen Kinofassung, der Originalschnitt lief gar 17 Minuten länger. Gut möglich, dass sich in längeren Fassungen manche Unlogik auflöst; ein Hit wird der Streifen dadurch aber auch nimmer, bestenfalls verständlicher.
Alles in Allem: leider nur semiprächtiger Fast-Food mit Edelzutaten.

Rating: $$$-

Bodycount:

Nicht nachgehalten

Explizite Brutalitäten:

Rogers Leute sind nicht zimperlich bei der Landübernahme, die immer ohne Zeugen verläuft.

Liebe:

Johnny hat ein Techtelmechtel mit einer Farmerstochter, die jedoch kurz darauf schon das Zeitliche segnet: 1/10

 

 

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