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Töte alle und kehre allein zurück

Info

OT:
Ammazzali tutti e torna solo
AT:

Mátalos y vuelve (SP)

Jahr: I/SP 1970
R: Enzo Girolami (“Enzo G. Castellari“)
B: Tito Carpi, Francesco Scardamaglia, Joaquin Romero Hernandez
K: Alejandro Ulloa
M: Francesco de Masi
D: Chuck Connors, Frank Wolff, Leo Anchoriz, Franco Citti, Alberto dell'Acqua, Giovanni Cianfriglia

Quelle: DVD (Eyecatcher Movie)

 

Inhalt

Clyde McKay (Chuck Connors) ist Anführer eines kleinen Trüppchens Kleinkrimineller, bestehend aus der landestypischen Mixtur von Killern, Sprengstoffexperten und Verrückten. Genau die Richtigen also, um eine heiklen Spezialauftrag für die Konföderierten auszuführen: Es geht darum, den Yankees eine Million harter Golddollars zu stibitzen. Dabei gibt’s zwei Haken. Erstens ist die Knatter in Form von präparierten Dynamitstangen in einem gut bewachten Munitionsdepot inmitten hochexplosiver Nachbarschaft gelagert. Zweitens hat McKay die Ordre, alle seine Jungs umzunieten, sollten sie das Unterfangen überleben, und mit dem Zaster alleine zurückzukommen.
Dem Trupp schließt sich noch der Geheimdienstoffizier Lynch (Frank Wolff) an, der dafür sorgen soll, dass die Mannschaft nicht auf eigene Rechnung arbeitet. Da man nicht gern einen Aufpasser dabei hat, wird Lynch per Schlag auf die Rübe abgehängt. Die Bande bemächtigt sich des Goldes, mit dem McKay noch während des Coups solo durchbrennt.
Doch Freude will bei niemanden aufkommen: Nachdem die angepisste Mannschaft ihrem Boss den Zaster wieder aus dem Kreuz leiern konnte, wird fast die ganze Truppe von den Yankees hops genommen und landet in einem Straflager, nicht ohne vorher die Beute versteckt zu haben. Kommandant des Arbeitslagers ist zu allem Überfluss der wieder auferstandene Lynch, der den grauen Captains-Rock in ein blaues Siegermodell inklusive Colonels-Rang getauscht hat. Lynch beginnt nun ein abgefeimtes – gefällt mir, das Wort - Psychospielchen mit seinen Lieblingsgefangenen, um das Versteck der Dollars zu eruieren, aber auch McKay ist mit seinem Latein noch lange nicht am Ende und hat schon einen weiteren Plan im Köcher.

Zitate

McKay stellt sein Team vor:

"Das ist Bogard (Hercules Cortès). Er kann einen Menschen mitten durchbrechen wie ein Streichholz … ohne einen Grund zu haben.“

„Das ist Kid (Alberto dell’Acqua). Er ist schlau wie ein Fuchs und hat nur eine Leidenschaft: kaltblütig zu töten.“

„Das ist Decker (Leo Anchoríz), Spezialist für Dynamit. Geben Sie ihm ein paar Ladungen in die Hand, und er macht damit alles … vorausgesetzt, es verstößt gegen die Gesetze.“

„Wissen Sie, Captain, als Südstaatler haben Sie mich angeekelt, aber als Nordstaatler finde ich Sie zum Kotzen.“ (McKay hält große Stücke auf Lynch)

Die Kritik des Gunslingers:

Ich geb’s zu: Enzo Castellari ist weit davon entfernt, einer meiner Lieblings-Spaghetti-Regisseure zu sein, „Keoma“ galt für mich als sein einziger Film, der über soliden Durchschnitt herausragt.
Doch mit „Töte alle …“ ist ihm ein Film gelungen, der den Großteil seiner übrigen Western deutlich überstrahlt. Der Streifen hat alles, was auch die übrigen Castellaris auszeichnet: eine gute Kameraarbeit und einen netten Score, der sich diesmal allerdings komplett in den Dienst des Filmes stellt, ohne hervorzustechen.
Dazu kommen hier eine relativ flott erzählte Geschichte, bei der die Action-Szenen diesmal überzeugen, die Castellari ansonsten häufig zu langatmig geraten. Für meinen Geschmack hat er allerdings – wahrscheinlich aus Remmi-Demmi-Gründen - zuviel Wert auf den eigentlich eher unwichtigen Goldraub gelegt, der die gesamte erste Hälfte einnimmt. Viel interessanter ist aber die Konfrontation der später eingeknasteten Gang mit ihrem Peiniger Lynch und die abschließende Jagd nach dem Zaster. Hier hätte eine Verlagerung des Schwerpunktes deutlich mehr an Qualität rausholen können. Die schauspielerischen Leistungen sind seitens Connors’ und Wolffs erwähnenswert: Connors als Krimineller mit Ehrgefühl im Leib, während Wolff einmal mehr die bürgerliche, aber völlig amoralische, nur am Gold interessierte illoyale Drecksau gibt. Der Rest der Truppe, insbesondere Alberto dell’Acqua, kann hin und wieder seine unzweifelhaft vorhandenen Stuntman-Qualitäten ausspielen.

Rating: $$$$-

Bodycount:

ca. 85

Explizite Brutalitäten:

  • Hoagy (Franco Citti) hängt einen Soldaten auf, um sich dann mithilfe des Körpers als Gegengewicht die Palisade hochzuziehen
  • McKay kriegt von seinen geprellten Männern die verdiente Abreibung
  • Raue Sitten im Arbeitslager der Yankees
  • Lynch vertrimmt den gefesselten McKay und lässt ihn anschließend in den „Brutkasten“ stecken, eine enge Metallbox mit Lüftungsschlitz: schön warm über Mittach, nech

Liebe:

0/10

Splatter

1/10

Spezialitäten

  • Hoagy ist perfekt mit seiner Spezialwaffe: einem kleinen schweren Säckchen an einem langen stabilen Seil
  • Decker besitzt ein „Donnerrohr“, das wahlweise Spreng- und Brandsätze verschießen oder auch als Nebelwerfer dienen kann

 

 

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