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Ringo kommt zurück

Info

OT: 
Il Ritorno di Ringo

AT:
El Retorno de Ringo (Sp)

Ringo kehrt zurück
Gnade spricht Gott - Amen mein Colt

Jahr: I/Sp 1965
R: Duccio Tessari
B: Fernando di Leo, Alfonso Balcázar
K: Francisco Marin
M: Ennio Morricone
D: Giuliano Gemma (“Montgomery Wood”), Fernando Sancho, Francisco Martinez Celeiro (“George Martin”), Lorella de Luca (“Hally Hammond”)

Quelle: DVD (Carol/Best)

 

Inhalt

Auch der schönste Krieg ist irgendwann mal aus, und was dann? So geht’s Montgomery Brown (Giuliano Gemma), aka „Ringo“, demobilisierter Captain der Yankee-Truppen, nach dem Bürgerkrieg. Ringo beschließt, sich nach Hause zu trollen. Doch unfrohe Kunde erreicht sein Ohr: Mexikanische Banditen, ergo die Fuentes-Brüder (Fernando Sancho, „George Martin“) und ihr Mob, haben sich, angelockt durch reiche Goldfunde, in seinem Heimatort nahezu ungestört breitgemacht. Wer Widerstand leistete, findet jetzt ausreichend Zeit, zum Studium von Radieschenwurzeln. Mit gefärbten Haaren, ausreichend Bartwuchs und gekleidet in seinen schönsten Pyjama plus Strohhut, begibt sich Ringo als getarnter Mex vom Lande zur Ortsbegehung. „Für Hunde, Gringos und Bettler verboten“ heißt es schon harsch an der Saloontür des nun recht unwirtlichen Ortes, und dementsprechend hausen die Fuentes-Banditen, die Gringos schon allein ob eines scheelen Blickes nach Belieben eindampfen. Der Sheriff (Antonio Casas) ist ein ausgebrannter Alkoholiker, und nahezu die gesamte, einst einflussreiche Familie Brown ist ein Geschoss tiefer gezogen. Ringos Gattin Elizabeth (Lorella de Luca) und seine ihm unbekannte kleine Tochter (Monica Sugranes) sind inzwischen Anhängsel von Paco Fuentes („G.M.“), der wild entschlossen ist, das schöne Kind zu ehelichen. Hey, nicht die Tochter, compadres ;-). Es gibt also allerhand aufzuräumen. Ringo, der dazu erstmal keine Lust hat, sondern ausschließlich die geliebte Ehefrau nebst Töchterchen zurück gewinnen will, verdingt sich als Gärtnergehilfe beim schrulligen Myosotis (Manuel Muños). Erst als Elizabeth, der er sich zwischenzeitlich zu erkennen gegeben hat, insistiert, bereitet er das große Unkrautjäten vor, jetzt ohne Pyjama, dafür mit Colt.

Zitate

Mexikaner (zu Ringo): „Was bist du denn? Ein Indio, Gringo oder Mexikaner?“ – Esteban Fuentes (F.S.): „Woher soll er denn das wissen? Das könnt ihm ja selbst seine liebe Mutter nicht beantworten, bei dem Raus und Rein, was bei ihm zuhause gewesen ist.“ Brüllendes Gelächter.

Die Kritik des Gunslingers:

Nach „Eine Pistole für Ringo“ schoss Duccio Tessari mit nahezu identischer Besetzung „Ringo kehrt zurück“ hinterher. Gemma ist hier der müde Bürgerkriegsveteran, der eigentlich nur gaaanz entspannt in Familie machen will, dies aber durch die widrigen Umstände nicht kann. Aufgrund des Krieges sind halt nicht nur die Veteranen ordentlich durchgeschüttelt worden: Auch an der „Heimatfront“ hat’s mal bannig gescheppert. Ringo will sich da gar nicht einmischen: Die eingeschüchterten Einwohner seines Heimatstädtchen und letztlich auch die Banditen sind ihm scheißegal, zumindest solange sie nicht seinem Vorhaben im Weg stehen, mit den befreiten Lieben das Weite in Richtung kuscheliger Zukunft zu suchen. Selbst Rache ist kein wirklicher Handlungsgrund. Erst die taffe Gattin bringt den egoistischen Schlaffi dazu, die Sache der gepeinigten Bevölkerung zur eigenen zu machen, was dann doch noch etliche Verbündete aus dem Hut zaubert, um den Spuk zu beenden. Die schauspielerischen Leistungen sind durch die Bank gelungen: Sowohl Gemma, mit ein paar netten Stunts, und die wirklich verteufelt süße Lorella de Luca als auch Martin und Sancho als Mex-Banditen mit durchaus bürgerlichen Ambitionen machen ihre Sache gut. Der Film, atmosphärisch eine Mischung aus US- und Italowestern, ist für meinen Geschmack etwas langsam, aber schön fotografiert. Dazu kommt ein guter Morricone-Score, der mit wuchtigem Orchester seine Streicher, Blechbläser und Chöre in Stellung bringt oder eine einsame Kirchenorgel das bitter-süße Titelthema aufgreifen lässt.

Rating: $$$$

Bodycount:

ca. 10 Gringos, 40 Mexikaner

Explizite Brutalitäten:

  • Paco Fuentes zersticht Ringos Schusshand, nachdem der sich aus Tarnungsgründen als Dieb betätigt hat. Glück gehabt: Nur weil gerade Feiertag ist, hackt ihm der gute Paco nicht die ganze rechte Hand ab
  • Dafür testet Ringo später, wie viel Blei Pacos Körper im Stande ist, noch lebend aufzunehmen

Liebe:

Teilzeitsängerin und –kartenlegerin Rosíta (Nieves Navarro) macht sich an Ringo ran, doch der steht eisern und glaubhaft zu Elizabeth: 3/10

Splatter

1/10

Spezialitäten

  • Die Mexe nennen eine Gatling ihr eigen, die „Butterfly“ heißt
  • Sprengstoff und Gartenhandwerk passen doch zusammen, oh ja

 

 

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