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Galgenvögel sterben einsam

Info

OT: 
Arriva Garringo
AT:

Arriva Sabata! (SP)
Reza por tu Âlma... y muere (SP)
Sabata, der Killer
Garringo (USA)
Arriva Garringo (D)

Jahr: I/SP 1970
R: Tulio Demicheli
B: Tulio Demicheli, Nino Stresa, Fiorentino Soria
K: Aldo Ricci
M: Marcello Giombini
D: Antonio de Teffè (“Anthony Steffen”), Karl Hirenbach (“Peter Lee Lawrence”), Eduardo Fajardo, Alfredo Mayo

Quelle: DVD (mcp)

 

Inhalt

Bankkassierer Peter (Karl Hirenbach) hat ein Problem, denn er ist leidenschaftlicher Kartenspieler und dazu leider kein besonders guter. So hat er Spielschulden in Höhe von zwei Riesen bei Bürgermeister Garfield (Alfredo Mayo) angehäuft, der die Außenstände nutzt, um seinen klammen Schuldner zu erpressen. Peter wird nämlich ein paar Tage später einen Geldtransport begleiten, den der wenig ehrenwerte Bürgermeister mit einigen handfesten Jungs liebend gerne ausräumen würde: An Bord sind 300 Riesen, die noch dazu Garfield selbst gehören. Ein doppelt lohnender Coup also. Peter soll, so der Plan, die Wachmannschaft schachmatt setzen. Doch der ziert sich.
Doch es naht Hoffnung für den in der Zwickmühle sitzenden Banker: Garringo (Antonio de Teffè) und sein Kumpel Mangosta (Eduardo Fajardo) überfallen die Bank. Kurz vor dem Überfall gelingt es Peter, die einzigen Einlagen in Höhe von 5000 Dollar –äh - an sich zu nehmen. Die Möchtegern-Bankräuber müssen mit einer „Beute“ von schlappen 500 Piepen, die sie einem Kunden abnehmen, das Feld räumen, während Pete die geklauten fünf Riesen den Ganoven noch dazu an die Stiefel hängt. Eine Schlappe auf ganzer Linie.
Doch der gute Peter hat nüscht gelernt: Er zahlt zwar seine Schulden, spielt mit dem Rest des Tottos aber weiter und steht kurz darauf wieder bei Garfield in der Kreide, und zwar diesmal mit zehn Riesen. Der erhöht nun den Druck. In seiner Not vertraut sich Peter Garringo und Mangosta an, um auch diese für den Coup zu gewinnen. Mit Erfolg, denn nach dem peinlichen Banküberfall muss mal wieder Bares in die Gang-Kasse fließen.
Der bereits ansitzende Garfield und sein Mob staunen also nicht schlecht, als vor ihren Augen der Zaster Beine bekommt. Das räuberische Trio setzt sich mit Hilfe von Mangostas Automobil ab, um Gras über die Sache wachsen zu lassen. Mit soviel Penunzen nutzlos unterm Arsch und Garfields Gunslingern im Nacken, nistet sich jedoch bald der Spaltpilz in der Zwangsgemeinschaft ein.

Zitate

Garringo: „Los, weg hier! Die pumpen uns noch an, wenn wir nicht verduften.“ (Tja, eigentlich sollte so ein bewaffneter Banküberfall doch in die andere Richtung laufen, nech)

Die Kritik des Gunslingers:

Flotter Durchschnitter, in dem Regisseur Tulio Demicheli aus seinen Hauptdarstellern, insbesondere den mimisch ja eher limitierten Karl Hirenbach und Antonio „Stoneface“ de Teffè, das Beste rausholt. Der Streifen fährt zwar eine recht taffe Gangart, streut aber immer wieder Komik-Elemente ein, für die insbesondere Eduardo Fajardo zuständig ist: Sein Mangosta mit Pilzkopf-Perücke und Schnauz erinnerte den Gunslinger immer wieder an *Hust* Kaya Yanar in seiner Inkarnation als Ranjid. Für ein paar der besten Szenen des Streifens zeichnen Cris Huerta und Tito Garcia verantwortlich: Sie geben ein unterbelichtetes Brüderpaar, dem die Banditen ihre Pferde, inklusive der mit Gold gefüllten Satteltaschen, gegen das Fluchtauto plus 500 Dollar abluchsen. Überhaupt stützen den Film bis in die Nebenrollen erprobte Kräfte über die gerade genannten hinaus wie Luis Induni, Francisco Braña oder José Canalejas
Der Streifen legt ein gutes Arbeitstempo vor, leidet allerdings unter ein paar chronologischen Ungereimtheiten und inhaltlichen Defiziten. So ist beispielsweise unklar, warum Peter als Mann des Schreibtisches dermaßen routiniert mit Colt und Faust agiert. Seltsam ist auch das geradezu atemberaubende Tempo, mit dem er sich von einer doch recht heftigen Schussverletzung erholt. Zwar geht der Streifen atmosphärisch in Ordnung, doch sieht man ihm phasenweise sein limitiertes Budget an: So wirkt die verfallene Mine doch in einigen Einstellungen arg gipsig. Schwächen zeigt auch der Score, der in einigen eher harten Szenen ein unpassend fröhliches Banjo-Thema serviert, das eher einer Prügel-Comedy gut zu Gesicht gestanden hätte. Doch in weiten Teilen bleibt die Musik glücklicherweis’ „klassisch“ mit Gitarren und Trompete instrumentiert.

Rating: $$$+

Bodycount:

ca. 55 Gringos, ca. 30 Mexikaner

Explizite Brutalitäten:

  • Mangosta knallt beim Überfall auf den Geldtransport einen Wachmann nieder, der bereits durch eine Rauchbombe kampfunfähig ist
  • Peter drückt Mangosta eine brennende Zigarre auf der Hand aus
  • Das Trio bekommt durch Garfields Schergen die Jacke voll, um das Versteck des Geldes preis zu geben. Dabei prökelt Garfield mit dem Zeigefinger in Peters offener Schusswunde herum. Bäääh.
  • Die Garfields rösten Mangosta auf kleiner Flamme

Liebe:

Peter und Garringos Schwester Patricia (Rossana Rovere) raspeln schwer Süßholz. Ist aber nicht so, wie ihr denkt: 0/10

Splatter:

2/10

Spezialitäten:

  • Garringo und Mangosta nutzen für ihre Überfälle ein Automobil
  • Eine selbstgebastelte Rauchbombe hilft beim Überfall auf den Geldtransport
  • Mangosta strickt in stillen Minuten an einem Quilt, was ihm später auch zum Verhängnis wird
  • Der von Garfield angeheuerte Garrett (Alfredo Santacruz) und seine Schläger sind mit hochmodernen Schnellfeuergewehren und automatischen Pistolen ausgestattet

 

 

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