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Fäuste, Bohnen und Karate

Kein Trailer vorhanden

Info

OT: 
Storia di Karatè, Pugnia e Fagioli
AT:

La Ley del Karate en el Oeste (SP)
Siete contra todos (SP)

Jahr: I/SP 1973
R: Tonino Ricci
B: Alfonso Balcazar (lt. Vorspann), Arpad de Riso (laut imdb)
K: Jaime Deu Casas
M: Guido & Maurizio de Angelis (“Juniper”)
D: Dean Reed, Cris Huerta, Alfredo Mayo, Fernando Sancho

Quelle: DVD (Savoy/SunFilm)

 

Inhalt

Sam (Dean Reed) und sein feister Kumpel Buddy (Cris Huerta), in der deutschen Synchro „Pudding“ (Seufz), sind die wohl dämlichsten Banditen zwischen Rio Grande und Mississippi. Ihre Knarren haben sie gegen einen Sack Bohnen und eine Handvoll Beefsteaks eingetauscht, so dass sie mit Holzflinte auf Raubzug gehen müssen. Aber Wummen sind in diesem Teil des Westen scheint’s eh’ überflüssig, solange man nur genug Wumms in den Fäusten und eine große Fresse hat.
Als dann aber selbst der läppische Diebstahl einer goldenen Reliquie aus einem Kloster in die Beinkleider geht, sind die Beiden froh, dass sie der schon etwas tattrig wirkende Gunslinger Randolph „Colonel“ Quint (Alfredo Mayo) anheuert. Es geht darum, Baby (Francesca Romana Coluzzi), das Töchterlein des örtlichen Bankiers Morgan (Renato Malavasie), aus den Händen des mexikanischen Banditen Espantero (Fernando Sancho) zu befreien, der für das Kind 20 Riesen verlangt. Quint plant, die Mexen mit Falschgeld zu bezahlen, aber leider hat sein Kumpel „Blüten-Joe“ gerade eine Auszeit im Knast genommen.
So müssen dessen Söhne Clint (Angel Aranda) und Ken (Sal Borgese) in die Bütt, die zusammen mit dem japanischen Hundekoch Moikako (Iwao Yoshuoka) erstmal vom Galgen befreit werden müssen. Leider sind die im Schnellverfahren hergestellten Blüten ziemlich beschissen und komplett unbrauchbar, doch „Drucker-Jack“ (Dante Cleri (?)), Onkel der Jungs, ist glücklicherweise ziemlich dicke mit Espantero. Man lockt den Dicken mit seiner Bande unter Vorwand aus seinem Unterschlupf, befreit die seeehr schlagkräftige Baby und klaut dann auch noch die wohlbestückte Gang-Kasse. Und dank des japanischen Kochs kriegen die Mexe finalemente dazu kräftig einen auf die Zwölf. Fine.

Zitate

Morgan: „Colonel Quint! Ich erinnere mich mit Freuden daran, wie Sie meine Bank ausgeraubt haben. Es macht Spaß, einem Fachmann bei der Arbeit zuzusehen. Dazu hat man nicht oft die Gelegenheit. Diese sichere Hand. Diese Kaltblütigkeit.“

Gast (Claudio Ruffini): „Ihr Zitronenneger! Jetzt hab ich’s aber satt! Mir Hund zu servieren!“ (Fernöstliche Delikatessen sind halt nicht jedermanns Sache ;-))

Sheriff (Luis Induni): „Pepe war nicht einfach ein Hund: Er war wie ein Sohn für mich. Er roch einen Fliegenfurz auf einhundert Meter.“ (Tja, aus der Küche des Asiaten gibt’s kein Entkommen)

Die Kritik des Gunslingers:

Regisseur Tonino Ricci, der sich im Genre nicht gerade mit Ruhm bekleckerte – man denke nur an *Hust* „Little Kid und seine kesse Bande“ - verzapfte auch diesen Unsinn, der im Fahrwasser der damals populär werdenden Spencer/Hill-Streifen dahergeschwommen kommt.
Cris Huerta gibt den unverwüstlichen Fressack mit nahezu unerschöpflichem Kohldampf, während sich Dean Reed als sein vergleichsweise smarter Partner versucht. Doch das geht ebenso schief wie der Versuch, aus dem Colonel-Mortimer-Ripp-Off von Alfredo Mayo humoristische Funken zu schlagen. Sein Altmänner-Gekebbel mit Dante Cleri , wenn der’s denn überhaupt ist, wirkt auf die Dauer nur ermüdend. Fernando Sancho bleibt ebenfalls blass, liefert aber wenigstens eine routinierte Doof-Mexen-Schurken-Performance. Auch der „Baby“-Scherz ist nicht neu: Klar, dass die Befreier bei Baby nicht mit einer mit allen Wassern gewaschenen Faustkämpferin rechnen. Aber so etwas Ähnliches hatte fast 40 Jahre zuvor Howard Hawks schon gemacht, bei dem sich „Baby“ dann allerdings als Leopard entpuppte ;-).
Grauslich ist die deutsche Synchro, die beispielsweise dem glücklicherweise nur eine Nebenrolle bekleidenden Japaner Iwao Yoshuoka eine wirklich fiese Fistelstimme verpasste. Da fragt man sich, was der gute Klaus Kindler – auf Dean Reed - hier verloren hatte. Verratzt auch der diesmal furchtbar unpassende Score der de Angelis-Brüder, den Spencer/Hill-Stammkomponisten, die hier unter ihrem Alias „Juniper“ operierten. Um doch noch was Positives zu dem Streifen zu sagen: Im Nebenrollenbereich tummeln sich immerhin allerhand Routiniers aus der zweiten Reihe, von Sal Borgese über Luis Induni, Claudio Ruffini bis zu Goffredo Unger. Sie sowie die solide Kameraarbeit verhindern den völligen Absturz.

Rating: $$

Bodycount:

0 (!)

Explizite Brutalitäten:

Espantero lässt ein paar Bürger misshandeln, da hier kein „Schutzgeld“ mehr zu holen ist

Liebe/Splatter:

0/10

 

 

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