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Info

OT: 
Kommissar X – Jagd auf Unbekannt
AT:

Dodici Donne d’Oro (I)
Komesar X (JUG)

Jahr: D/I/JUG 1965
R, B: Gianfranco Parolini („Frank Kramer“)
B: Giovanni Simonelli („Sim O’Neill“), Theo Maria Halmer („Werner Hauff“)
K: Francesco („Francis) Izzarelli
M: Mladen Gutesa („Bobby Gutesha“)
D: Luciano Stella („Tony Kendall“), Brad Harris, Maria Perschy, Christa Linder

Quelle: TV (Das 4.)

 

Inhalt

Nicht mal in Ruhe urlauben kann Jo Walker (Luciano Stella) aka Kommissar X, bester Privatschnüffler der Welt, der für Geld zu haben ist. So tritt an den passionierten Porschefahrer und Womanizer die schöne Joan (Maria Perschy) heran, damit Jo einen jungen Atomphysiker aufspürt, der spurlos verschwunden ist.
Jo kann einer Lady nüscht abschlagen und macht sich an die Arbeit. Doch gleich seine erste Informantin, die Performancekünstlerin Nancy (Liliane Dulovic), fällt einem Giftpfeil aus einem Blasrohr zum Opfer. Zufälligerweise befindet sich auch Walkers Spezi, Captain Tom Rowland (Brad Harris) von der Mordkommission Manhattan im Lande, der skurrile Morde an ehemaligen Gangstern aufklären soll. Da Sport im Verein am schönsten ist, ermitteln die Herren von nun an gemeinsam weiter.
Nur wenig überraschend ist, dass beide Fälle miteinander verwoben sind. Die Spuren laufen beim Waffenhändler O’Brien (Nikola Popovic) zusammen, der nicht nur mit dem Verschwinden des Physikers zu tun zu haben scheint, sondern auch mit den Gangstermorden: Die Opfer waren nämlich allesamt ehemalige Kompagnons des Gutsten. Als auch O’Brien offensichtlich an einer Überdosis Blei verscheidet, bringt das unser Ermittler-Duo aber nicht lange aus dem Tritt.

Zitate

Walker zu Joan: „Atomphysiker. Hm. Ist er talentiert? Na, muss er ja, wenn ich mir Ihre Atome so ansehe.“

„Seit Sie hier an Bord sind, Mr. Mail, habe ich nur den Wunsch, dass Sie hier die Ruhe finden, die Sie verdienen.“ (Das nennt man wohl doppelsinnig)

Die Kritik des Gunslingers:

Kommissar X“ begann, als Titelfigur einer gleichnamigen Heftchen-Reihe ab Ende der 50er-Jahre zu ermitteln, um dem FBI-Man „Jerry Cotton“ was entgegenzusetzen, den die Konkurrenz rausbrachte. Und ebenso wie dieser, fand auch Jo Walker ab 1965 den Weg auf die Leinwand.
Dieser erste Kommissar-X-.Streifen verleugnet seine Inspirationsquellen nicht. Das geht los beim von der in Deutschland damals ziemlich populären Italienerin Angelina Monti zu Gehör gebrachten Titelsong „I love you Joe Walker“, den sie nicht nur in typischem James-Bond-Goldfinger-Stil singt. Auch die Instrumentierung ist entsprechend, etwa mit den knödeligen Stopf-Trompeten. Luciano Stella spielt den Privatdetektiv als eine überdrehte Bond-Karikatur: Sein Porsche ist mit allerhand technischem Equipment – Radar und Kippsitz beispielsweise – aufgefixt, und sein Schlag bei Frauen ist schlichtweg – äh – atemberaubend. Seinen etwas dusseligen Kumpel Rowland – sozusagen der Phil Decker der Serie – gibt wie in allen weiteren Verfilmungen Brad Harris, der auch die Action-Szenen choreographierte.
Die Handlungsführung ist schlichtweg konfus: Obwohl die Geschichte nicht gerade vor Einfällen überbordet, ist der simple Plot einigermaßen wirr erzählt. Unter uns: Es lohnt sich auch nicht wirklich, hier Gehirnschmalz zu investieren. Erfreuen wir uns lieber an netten Blödeleien. So ist beispielsweise der erste Mord, bei dem mittels eines präparierten Tennisballs ein Dixieklo zur Explosion gebracht wird, sehr schön – für so was brauche ich im Übrigen keinen Tennisball-Bombe *Lach*. Außerdem hauen Stella/Harris ein paar Sprüche raus, wenngleich sich Rainer Brandt (Harris) schwer zurückhält.
Klasse ist auch die überdrehte Sixties-Atmo mit wasserstoffblonden, durch Drogen gefügig gemachte Frauen, die O’Briens Leibgarde bilden, den technischen Sperenzien und dem unterirdischen Schurken-Kommandozentrum, dass ziemlich pappig daher kommt. Der Score tut sein Übriges: loungiges Saxophon, Vibraphon, Flöte und Piano. Sehr nett.

Rating: $$$ (Trash: $$$$)

Splatter:

1/10

 

 

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