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Burke & Hare - Wir finden immer eine Leiche

Info

OT: 
Burke and Hare

Jahr: GB 2010
R:
John Landis
B:
Piers Ashworth, Nick Moorcroft
K:
John Mathieson
M:
Joby Talbot
D:
Andy Serkis, Simon Pegg, Isla Fisher, Jessica Hynes

Quelle:
DVD ( Ascot Elite). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Im Edinburgh des Jahres 1828 fristen zwei irische Einwanderer, William Hare (Andy Selkirk) und William Burke (Simon Pegg), mehr schlecht als recht ihr Dasein mit einer Kaschemme, die sich „Gästehaus“ nennt. Nebenbei versuchen die Beiden, den chronisch leeren Geldbeutel mit Hilfe dubioser Essenzen zu füllen, die sie marktschreierisch als Wundermittel anpreisen.
Auf der anderen Seite der Gesellschaftspyramide liefern sich die Chirurgen Knox (Tom Wilkinson) und Monro (Tim Curry) einen erbitterten Konkurrenzkampf. Beide Dottores leiten Anatomieschulen von internationalem Ruf. Das Problem: Um den Lehrauftrag zu erfüllen, sind Leichen notwendig. Viele Leichen. Und die sind knapp, da nur hingerichtete Kriminelle als Anschauungsmaterial herhalten dürfen. Und die wenigen toten Galgenstricke hat sich Monro mit Hilfe seiner exzellenten politischen Beziehungen gesichert.
Damit kommen Burke und Hare ins Spiel, deren einer Untermieter zufällig den Löffel abgibt. Ebenfalls per Zufall erfahren sie von dem chronischen Leichenengpass, liefern den Toten bei Knox gegen Bares ab und schließen mit ihm gleich einen Vertrag: Eine Leiche pro Woche soll’s fürs erste sein. Stückpreis fünf Pfund. Damit lässt sich schon vortrefflich auf dicke Hose machen, auch wenn man beim Ableben nun des Öfteren behilflich sein muss, um die Quote zu schaffen. Zumal auch das organisierte Verbrechen am Kuchen naschen möchte und Knox bald seine Leichenforderung verdoppelt.

Die Kritik des Gunslingers:

Der seit Beginn des Jahrtausends wiederbelebte Londoner Indie Ealing Studios ist bekannt als Spezialist für düstere Komödien: Streifen wie „Ladykillers“ oder „Adel verpflichtet“, beide mit Alec Guiness, prägten den sogenannten Ealing-Stil. Und eben diesem fühlte sich auch John Landis verpflichtet, der für Ealing ausgerechnet einen der brutalsten Serienkiller-Fälle der jüngeren britischen Geschichte zur Grundlage nahm.
Die Rechnung geht weitgehend auf, wenngleich die Taktik, die beiden Psychos als charmante, etwas tollpatschige Normalos darzustellen eine Gradwanderung ist. Doch Andy Serkis und Simon Pegg kann man irgendwie nicht böse sein: Sie geben den Mördern trotz ihrer schauerlichen Taten eine irgendwie knuffige Anmutung. Der Streifen wechselt von körperbetontem Slapstick, wenn etwa Hares Gattin Lucky besoffen in ihrem zähen Porridge festbackt, den sie erst mit einer tüchtigen Zuführung von Gin wieder gängig macht, bis hin zur Satire: So werden dank der Taten von Burke und Hare zum Beispiel die Fotografie ermöglicht, die anatomischen Wissenschaften vorangebracht und nebenbei der Kapitalismus „erfunden“ respektive weiterentwickelt.
Dass John Landis eher ein Mann des humoristischen Knüppels anstatt des Floretts ist, wissen wir und nehmen’s ihm auch hier nicht krumm. Schließlich ist der Streifen technisch liebevoll gemacht und hervorragend ausgestattet und bietet damit eine authentische prä-viktorianische Atmo.

Rating: $$$$

Splatter:

5/10

 

 

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