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Gift des Bösen, Das

Info

OT: 
Twice-told Tales
AT:
Nights of Terror
The Corpse-Makers
Nathaniel Hawthorne’s twice-told Tales
Eine Trilogie des Schreckens

Jahr: USA 1963
R:
Sydney Salkow
B:
Robert E. Keat nach Geschichten von Nathaniel Hawthorne
K:
Ellis W. Carter
M:
Richard la Salle
D:
Vincent Price, Sebastian Cabot, Brett Halsey, Jacqueline deWitt

Quelle: DVD (Ostalgica). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Dr. Heideggers Experiment:
Zusammen mit seinem besten Freund Alex (Vincent Price) feiert der ehemalige Mediziner Carl Heidegger (Sebastian Cabot) seinen 79. Geburtstag. Bei einem kräftigen Schluck Portwein philosophieren die Freunde über das Leben und entgangene Chancen. Heidegger trauert immer noch seiner Sylvia (Mari Blanchard) hinterher, die vor knapp 40 Jahren untern Torf verzog, am Tag der geplanten Hochzeit.
Während es draußen heftig gewittert, springt auf einmal die Tür von Sylvias Gruft auf, die in Heideggers Garten liegt. Die beiden Männer begeben sich in die Grabhöhle und entdecken, dass die Leiche taufrisch wie am ersten Tag ist. Ursache ist offensichtlich eine Art Wasser, das von der Gruftdecke aus im Lauf der letzten Jahrzehnte den Sargdeckel perforiert und den Leichnam unverwest belassen hat.
Eine Verkostung des Grabwässerchens bestätigt die Vermutung, dass es nicht nur verjüngen, sondern auch Tote auferstehen lassen kann. Doch die Folgen sind anders als erhofft.

Rappaccinis Tochter:
Nachdem er sich so überraschend wie plötzlich aus dem Forschungsbetrieb zurückgezogen hat, lebt der Naturwissenschaftler Giacomo Rappaccini (Vincent Price) mit seiner Tochter Beatrice (Joyce Taylor) komplett abgeschieden von der Außenwelt. Abwechslung bringt der Einzug des Studenten Giovanni (Brett Halsey) in das Nachbarhaus. Der verliebt sich Hals über Kopf in Beatrice, als er diese von seinem Balkon aus im Garten erspäht. Doch das schöne Kind umgibt ein schreckliches Geheimnis, an dem Vattern, im Übrigen ein fanatischer Streiter wider das Böse, nicht ganz unschuldig ist.

Das Haus der sieben Giebel:
Ende des 17. Jahrhunderts bringt die Familie Pyncheon die verfeindeten Maulles um Haus und Grund, und ermordet Familienoberhaupt Matthew Maulle (Floyd Simmons) im Keller seines Hauses. Der ist darob nicht erfreut und verflucht die männlichen Pyncheons vorher bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag. Seit dieser Zeit sterben die Pyncheon-Söhne im Mannesalter allesamt an einer Art Blutsturz.
150 Jahre später kehrt der fiese Gerald Pyncheon (Vincent Price) mit seiner ungeliebten Frau Alice (Beverly Garland) nach Jahren der Abwesenheit in das verfluchte Geburtshaus zurück Hier lebt noch seine verbitterte Schwester Hannah (Jacqueline deWitt). Gerald ist pleite und wie seine Schwester scharf auf einen sagenhaften Schatz und die Besitzurkunde des Hauses, die in einem geheimen Gewölbe versteckt sein sollen. Angeblich wacht aber der nach wie vor stinksaure Geist Matthew Maulles über die Preziosen. Am Ende lernen die Geschwister, wohin Gier und Ignoranz führen.

Die Kritik des Gunslingers:

In den Sechziger Jahren hatten auch im Horrorfilm Anthologien Hochkonjunktur. In England beispielsweise etablierte sich Amicus als Spezialist für diese Streifen, die unter einer inhaltlichen Klammer zumeist drei bis fünf Kurzfilme enthielten. In den USA hatte American International 1962 erfolgreich vorgelegt, und zwar mit ihrer Anthologie „Tales of Terror“ („Schwarze Geschichten“) nach Geschichten von Edgar Allen Poe.
Ein Jahr später versuchte MGM auf diesen Zug aufzuspringen und plante einen Kompilationsfilm mit drei Erzählungen des Poe-Zeitgenossen Nathaniel Hawthorne. Dazu verpflichtete man mit Vincent Price einen etablierten Horrorstar und mit Sydney Salkow einen erfahrenen Regisseur. Zwar kann sich das Endergebnis durchaus sehen lassen, doch leidet der Streifen ebenfalls an der typischen Anthologien-Krankheit: Neben einer starken Geschichte stinken die anderen oft ab. Hier haben wir gleich am Anfang mit „Dr. Heideggers Experiment“ den besagten Höhepunkt. Price und Cabot sind ein starkes Team, der Set und auch die Story recht spooky, wie der Anglophile vielleicht sagen würde. Der Einbruch kommt bei „Rappaccinis Tochter“: Hier gelingt es Salkow nicht, Stimmung zu machen. Die guten Darsteller scheitern daran, den viel zu zähen Romantik-Seim zu durchdringen, den das Buch um ein Gerüst legt, das durchaus Schauer-Potenzial gehabt hätte.
Kräftig auf die Tube drückt der Film noch mal im „Haus der sieben Giebel“, das wie schon Geschichte eins mit einem kräftigen Schuss Poe gepimpt wird. Blutende Wände im Spukhaus, wabernde Nebel, Türen, die sich von Geisterhand öffnen, ein schauerlicher Familienfluch und das klasse aufspielende Duo Price / deWitt als Geschwister Fürchterlich geben dem Affen Zucker. Etwas mehr Sorgfalt allerdings hätte hier gut getan: Zuviel Pappmachée oder eine würgende Plastikskelett-Hand bedienen eher den Trashionado in uns als den Horror-Gourmet.
Insgesamt ein quietschbuntes Vergnügen mit etwas Patina, dem ein wenig Straffung wohl zupass gekommen wäre.

Rating: $$$ (Trash: $$$$)

Splatter:

2/10

 

 

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