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Halleluja für Spirito Santo, Ein

Info

OT: 
Uomo avvisato mezzo ammazzato... Parola di Spirito Santo
AT:

His Name Was Holy Ghost

Jahr: I 1972
R: Giuliano Carnimeo ("Anthony Ascott")
B: Tito Carpi, Federico De Urrutia
K: Miguel Fernández Mila
M: Bruno Nicolai
D: Gianni Garko, Cris Huerta, Pilar Velásquez, Poldo Bendandi, Paolo Gozlino, Frederico Boido, George Rigaud

Quelle: TV (RTL)

 

Inhalt

Der schröckliche General Ubarte (Poldo Bendandi) putscht in Mexiko, terrorisiert die Bevölkerung und verfolgt die demokratischen Kräfte im Lande. Auch der gewählte Revolutions-Präsident Don Firmino (George Rigaud) steht auf seiner Abschussliste. Inmitten der ungeklärten Machtfrage taucht der smarte Gunslinger Spirito Santo (Gianni Garko) auf, der sich beim Pokern einen Anteil der fetten Goldbonanza der Gebrüder Crow (u.a. Paolo Gozlino, Frederico Boido) erzockt hat. Spirito hat nun das Problem, dass er sich sein Besitzdokument von einem der Staatsführer beglaubigen lassen muss, um seinen Schotter von den Crows einzusacken; Ubarte würde sich die Mine nämlich lieber selbst für Kostnix unter den Nagel reißen und Firminos Unterschrift ist aktuell mehr oder minder nüscht wert.
Nun heißt es für den cleveren Revolverschwinger für klare Verhältnisse zu sorgen, um seine Ansprüche rechtstaatlich einlösen zu können. Von Firminos schnittiger Tochter Juana (Pilar Velázquez) lässt er sich nicht uneigennützig zur Seite ihres Vaters überreden. Juana besteht allerdings zur Vorsicht  auf einen weiteren Partner bei der großen Revoluzzer-Sause: den moppeligen, aber bärenstarken Hosianna (Cris Huerta), der nach Jahren des Ganoventums auf der Seite Gottes gelandet ist und mit schlagkräftiger Mithilfe gegen üppige Entlohnung seine Heimatkirche sanieren will. Mit Chuzpe, fiesen Tricks und ordentlich Schmackes in den Fäusten nimmt die Zweckgemeinschaft nun den Kampf gegen Ubarte und seine Truppen auf...

Zitate

"Glaubt mir doch, ich werd' doch nicht zum ersten Mal erschossen. Wenn ich die Sonne im Rücken habe und euch knallt sie dann in die Sehschlitze, wird's 'ne elende Stümperei." (Gelernt ist gelernt)

"Aber Spirito! Meinen sie, sie können mich mit Geld kaufen?" - "Aber natürlich. Womit denn sonst?" (Spirito Santo erteilt Lehrstunden)

"Die Revolution ist nur noch mit einer Waffe siegreich zu beenden. Mit den Nutten." (Make love, not war)

Die Kritik des Sargnagels:

Nachdem das Gespann Carnimeo/Garko erfolgreich etliche "Sartana"-Sequels abgekurbelt hatte, legte man mit "Ein Halleluja für Camposanto" und dem "Heiligen Geist" leicht modifizierte Ableger nach. Die "James Bond meets Wild West"-Attitude wich dabei dem krachledernen Slapstick-Humor, den Carnimeo später mit Jorge Hill (aka "George Hilton") in den Halleluja- und Tresette-Streifen weiter kultivierte und teilweise bis zum Extrem trieb.
Der Streifen hängt dabei zwischen Baum und Borke. Einerseits haut Carnimeo noch nicht vollständig auf die Spaß-Kacke, andererseits leidet Gianni Garko schon ein wenig unter dem Image-Wandel. Im schwarzen Stenz des Sartana wirkt er einige Tacken cooler und souveräner als der dauerschmunzelnde Spirito samt Begleit-Täubchen. Die komödiantische Auslegung des Spaghettiwestern-Superhelden lag dem Hilton Schorsch später sichtlich besser, vielleicht auch mit ein Grund, warum "Spirito Santo" die letzte Kooperation von Carnimeo und Garko bleiben sollte.
Dennoch merkt man dem Machwerk eine gewisse Routine und Qualität bei der Umsetzung an, die Lacher sitzen größtenteils, und der restliche Cast erfüllt seine Rollen zuverlässig. Hervorzuheben sei dabei Pilar Velázquez, die nicht nur wegen ihres attraktiven Äußeren, sondern auch mit einer selbstbewussten Performance zu glänzen weiß.
Musikalisch bewegt sich Bruno Nicolai auf gewohnt hohem Niveau und lässt zu Klampfe und Orgel ein begleitendes Hauptthema pfeifen. Das sorgt für Atmo und damit Pluspunkte.  
Angemerkt sei, dass der Streifen bis dato weder auf VHS noch DVD verwertet wurde, es existiert auf deutsch nur ein um 15 Minuten gekürzter TV-Mitschnitt aus den 80ern. Kurioserweise keine Gewaltschnitte, die fehlen in längeren ausländischen Fassungen.

Rating: $$$

Explizite Brutalitäten:

  • Spirito Santo zwangsbefüttert die Crow-Brüder mit einem nicht gerade schmackhaften Brei aus Rüben und Dung
  • Ubarte knallt auch die eigenen Leute ab, wenn sie im Weg stehen

Spezialitäten:

  • Mit zwei Spiegeln unter'm Kittel blendet Spirito Santo ein Exekutionskommando
  • Hühner werden mit Dynamit gefüttert, um explosive "Eier-Handgranaten" herzustellen

Splatter:

2/10

Liebe:

0/10

 

 

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