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Tod trägt schwarzes Leder, Der

Info

OT: 
La Polizia chiede Aiuto

Jahr: I 1974
R, B.
Massimo Dallamano
B:
Ettore Sanzo
K:
Franco Delli Colli
M:
Stelvio Cipriani
D:
Claudio Cassinelli, Giovanna Ralli, Mario Adorf, Franco Fabrizi

Quelle: DVD (Koch)

 

Inhalt

Ein anonymer Anruf leitet Commissario Valentini (Mario Adorf) auf einen Dachboden: Was sich für den Zuseher hier eher als baumelnde Schaufensterpuppe ausmacht, ist jedoch tatsächlich die baumelnde Leiche der 15-jährigen Silvia (Sherry Buchanan). Kombiniere: Selbstmord, so zumindest Valentinis etwas voreilige Schlussfolgerung. Denn die weitere Spurenlage offeriert uns einen etwas anderen Ablauf der Geschehnisse: Das Mädchen wurde ermordet, hatte unmittelbar vor dem gewaltsamen Ableben GeVau, und zwar nicht mit ihrem etatmäßigen Freund Marcello (Paolo Turco).
Damit ist nun Commissario Silvestri (Claudio Cassinelli) zuständig, der den Fall mit Kusshand übernimmt. Kein Wunder, denn ihm vorgesetzt ist die schnaffte Vizestaatsanwältin Vittoria Stori (Giovanna Ralli), die schon allein für weiche Knie sorgen kann. Die weiteren Nachforschungen jedenfalls, die das Duo anstellt, führen immer tiefer in einen Sumpf, in dem sich Kinderprostituierte und Männer der Gesellschaft tummeln. Weiter spielen noch mit: ein in seine Einzelteile zerlegter Privatdetektiv, ein Spanner (Franco Fabrizi) mit Hang zu Nikon und jungen Mädels, ein sauigeliger Psychologe (Steffen Zacharias) und ein Motorrad fahrender Metzger, der Syndikatsfleischer sozusagen, der lästige Zeugen einnordet und auch dafür sein Hackebeil wohl zu benutzen weiß.

Zitate:

Silvestri: „Wisst ihr was? Ihr könnt mich alle am Arsch lecken!“

Die Kritik des Gunslingers:

In seinem hochspannenden Actioner präsentiert uns der talentierte Tausendsassa Massimo Dallamano den italienüblichen Themenmix: die sensationsgeile Presse und die enge Verquickung von Gesellschaft und Verbrechen, die letztlich dazu führt, das sich niemals etwas ändern wird. Man präsentiert halt ein paar subalterne Schuldige, um die lüsterne und furchtsame Öffentlichkeit zufriedenzustellen und zu beruhigen. Dann schließt man die Akten und macht weiter wie bisher. Kann man auch als stabile Verhältnisse interpretieren *Lach*. Dazu gibt Dallamano einen guten Schuss Gewalt und Sex, bis die Mischung stimmt: ein feines Poliziotto-Süppchen mit sättigender Giallo-Einlage.
Ein Streifen, der eine desillusionierende Welt präsentiert, in der moralisch verkommene Erwachsene die nachfolgende Generation auch gleich mit versauen.
Das eingangs am Strang hängende Mädchen, was wir unschwer als Schaufensterpuppe erkennen können, ist dabei ein unerklärlicher wie unnötiger Lapsus in einem ansonsten sehr sorgfältig und knochenernst gemachten Streifen. Wir haben wieder eine gerade in den Actionszenen sehr gute Delli-Colli-Kamera und einen feinen Score von Stelvio Cipriani, der seine Extreme zwischen schweren Bläser- und Streicherpassagen und einem geradezu beschwingten „Plom-Plom“-intonierenden Frauenchor sucht ;-). Die durch den titelgebenden Motorradfahrer angerichteten Gore-Einlagen sind schnörkellos und glaubhaft umgesetzt. Glaubhaft auch die Schauspieler, die allerdings teilweise an einer *Hust* seltsamen Synchronisation leiden. So werden einige der im Film minderjährigen, optisch und tatsächlich jedoch deutlich älteren „Mädchen“, von Kindern synchronisiert. Bizarr.

Rating: $$$$+

Splatter:

5/10

 

 

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