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Info

OT: 
Frogs

AT:
Frogs – Killer aus dem Sumpf
Frogs – Die Frösche

Jahr: USA 1972
R: George McCowan
B: Robert Hutchison, Robert Blees
K: Mario Tosi
M: Les Baxter
D: Sam Elliott, Ray Milland, Joan Van Ark, Adam Roarke

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Da schippert Fotoreporter Pickett Smith (Sam Elliott) friedlich in seinem Kanu am Seeufer entlang, um ein paar Bilder für seine Reportage über Umweltverschmutzung zu machen, und schon ist’s passiert: Ein Speedboat bringt das Kanu zum Kentern. An Bord des Gefährts sind der nach dem Genuss etlicher Dosen Gerstensaftes schon leicht angeschlagene Clint (Adam Roarke) und seine Schwester Karen (Joan Van Ark).
Die Beiden fischen den angesäuerten Pickett auf und nehmen ihn als Entschädigung mit auf die Privatinsel ihres Großvaters Jason Crockett (Ray Milland). Der will am nächsten Tag wie in jedem Jahr im Kreise der Familie seinen Geburtstag feiern, und zwar mit kräftig Remmi-Demmi – nebst Feuerwerk und Stars’n’Stripes-Torte. In dem feudalen Anwesen hat sich also wieder ein entsprechender Auftrieb eingefunden. Doch etwas ist diesmal anders: So stöhnt Familie Crockett unter einer Ochsenfroschplage, der der Alte selbst mit seiner Standardmethode – Gift drüber – nicht Herr zu werden vermag. Und auch anderes Getier wie beispielsweise Alligatoren, Eidechsen, Schlangen oder Taranteln erweist sich als aufdringlich … bald sogar tödlich aufdringlich.

Zitate

Jenny (Lynn Borden): „Diese ewige Gequake bringt mich noch ins Irrenhaus!“ (Leichenschauhaus wäre passender)

Jason: „Allein dumme Menschen fliehen vor ihrem Schicksal. Zum Wohl!“

Die Kritik des Gunslingers:

In den 70ern begannen sich Filme mit der Umweltverschmutzung und den Folgen des rüden Umgangs mit der Natur zu befassen. Gerne griff auch der Horrorfilm diese Thematik auf, allerdings weniger, um sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen, als vielmehr darum, diese in Form möglichst spekulativer Effekte auszuschlachten. „Frösche“ liefert ein paar entsprechende Alibi-Dialoge zwischen Pickett und Jason, wobei immer wieder Zwischenschnitte mit übereinander kugelnden, an Fenster klatschenden und dabei seehr griesgrämig dreinblickenden Fröschen die Bedrohung ankündigen.
Mit dem Fund des toten Giftsprühers geht’s dann in medias res. Nacheinander geht die Tierwelt der Insel – wenn’s da so viele potenziell tödliche Bewohner gäbe, hätte ICH mich niemals dort angesiedelt – gegen den Familienclan vor. Die Todesfälle an sich sind nicht unfrei von einer gewissen Komik, die arme Iris (Holly Irving) etwa, die eigentlich nur einen schönen Schmetterling fangen will, dann aber unter anderem Bekanntschaft mit einer aggressiven Rotte Blutegel macht. Die gute Jenny, der eine Schildkröte ans Leder geht, während sie am Seeufer Ausschau hält nach dem abgängigen Gatten, den schon die Seeschlangen geholt haben. Da die „angreifenden“ Tiere zumeist alleine nicht mit ihren Opfern fertig würden, müssen diese sogar noch den Hauptteil der Arbeit tun *Lach*.
Um uns die Zeit zwischen den einzelnen Todesfällen zu vertreiben, erklärt uns der Streifen immer wieder die Familienbeziehungen der Crocketts, stellt Eifersüchteleien untereinander heraus, Geilheit, Alkoholmissbrauch und Erbschleicherei. Über allem thront Ray Milland, dem die Rolle des miesepetrigen, pedantischen und unerträglich dominanten Patriarchen wie auf den Leib geschneidert wurde. Dass er dabei auf die Geburtstagsfestivitäten besteht, obwohl seine Gästeschar zunehmend dezimiert wird, zeugt zumindest von Beharrungsvermögen ;-).
Solide Unterhaltungsware, bei der das Fieseste noch der Frosch ist, der fett und bräsig durch die Sahnetorte kariolt.

Rating: $$$ (Trash: $$$$)

Splatter:

3/10