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Rache des Würgers, Die

Info

OT: 
Bride of the Monster

AT:
Bride of the Atoms
Monster of the Marshes
The atomic Monster

Jahr: USA 1955
R, B:
Edward D. Wood Jr.
B:
Alex Gordon
K:
William C. Thompson, Ted Allan
M:
Frank Worth
D:
Bela Lugosi, Tor Johnson, Loretta King, Tony McCoy

Quelle: TV (arte)

 

Inhalt

Dr. Eric Vornoff (Bela Lugosi), in seinem Heimatland in Ungnade gefallener Wissenschaftler, schwiemelt in einer abgelegenen Sumpf-Butze mit Hilfe von Atomenergie an einer neuen „Superrasse“ zwecks Welteroberung. Leider sterben seine Versuchskandidaten, die ihm zumeist sein stummer Gehilfe Lobo (Tor Johnson) verschafft, in der Regel weg, wenn der Doktor atomaren Saft auf die Hirnschale gibt, oder sie fallen im nahen Lake Marsh den Gummiarmen eines ebenfalls durch den Doc kreierten Riesenkraken zum Opfer. 12 Vermisste sind durch die Arbeit des rührigen Wissenschaftlers innerhalb von drei Monaten angefallen, deren Schicksale Lieutenant Craig (Tony McCoy) aufzuklären hat. Da der und seine Kollegen sich aber dümmer anstellen als die Polizei erlaubt, treten die Ermittlungen etwas auf der Stelle.
Frischer Wind bläst in Gestalt von Craigs Verlobter, der Journalistin Janet Lawton (Loretta King), sowie des offensichtlich osteuropäischen Monster-Experten Professor Vladimir Strowski (George Becwar), der den hilflosen Beamten unter die Arme greifen soll. Während Strowski, in Wirklichkeit Abgesandter seiner Regierung, nach vergeblichem Versuch, Vornoff zur Rückkehr in die Heimat zu bewegen, mit dem Gummikraken kuscheln geht, landet die hypnotisierte Janet auf Vornoffs Experimentiertisch. Sie soll endlich den Durchbruch bringen als „Braut des Atoms“.

Zitate:

Mac (Bud Osborne): „What’re you doing to me?“ – Vornoff: „You will soon be as big as a giant with the strength of 20 men. Or like the others ... dead.” (Na, wenn das keine Alternativen sind)

Craig: “This swamp is a minding for the death. Snakes, alligators, quicksand are all bent on one thing: Destruction.”

Vornoff: “It hurts for a moment. Then you will emerge as a woman of superstrength and beauty: the Bride of the Atom!” – Janet: “You’re insane!!”

Vornoff: “Anyway. If I succeed or fail: It will not hurt you very long.” (Schöner Trost ;-))

Die Kritik des Gunslingers:

An dieser Stelle könnte ich mich einklinken in die Legion derer, die in ein höhnisches Lachen ausbrechen, wenn die Rede auf Edward Wood kommt. Aber nein, liebe Freunde, das wäre zu billig, zumal Ed Wood sicher zu den kreativsten und produktivsten Geistern seiner Zeit gehörte. Das Hauptproblem bei seiner Filmarbeit war meiner Meinung nach seine mangelnde Sorgfalt: So hatte er bei den Dreharbeiten zu dem einen schon den nächsten Streifen im Kopf und drückte entsprechend aufs Tempo. Bei seiner chronischen Budget-Knappheit Gift für die Qualität des Endprodukts. Als Lehrbeispiel, wie man’s besser macht, schaue man sich Peter Jackson’s Kino-Erstling „Bad Taste“ zum gefälligen Vergleich an.
Doch ja, es gibt aber noch einen Film zu würdigen. Trotz aller Probleme bei den Dreharbeiten: mangelnde Kohle, Ärger mit der Schauspielergewerkschaft, der schlechte Gesundheitszustand Lugosis, Knies im Team, als Wood die Hauptrolle anstatt wie geplant mit seiner Freundin Dolores Fuller mit Loretta King besetzte, ist ein passabler B-Movie-SF-Monster-Schlock herausgekommen. Sehr stimmungsvolle Aufnahmen, wie die nächtlichen Außenshots, dazu recht geschickt eingeklinktes Archivmaterial und ein klassisch schriller B-Movie-Horror-Score zählen zu der Habenseite des Streifens.
Recht bescheiden dagegen größtenteils die darstellerischen Bemühungen: So überschreitet Bela Lugosi die Grenze zur Karikatur souverän, und man erahnt, warum Tony McCoy, Produzentensohn und Darsteller des männlichen Helden, bald völlig von der filmischen Bildfläche verschwand. Der Ex-Wrestler Tor Johnson als Unhold mit Faible für Angora-Mützchen gibt dagegen eine schöne Vorstellung. Die Gummikrake, vom Wood-Team des nächtens aus einer Requisitenkammer „geborgt“, ist als solche mangels Motors, also Bewegung, leider deutlich zu erkennen, bringt aber ordentlich Trash-Points.
Trotz aller Schwächen und Ungereimtheiten ein erfreulich unlangweiliger Low-Budget-Streifen.

Rating: $$+ (Trash: $$$$)

Splatter:

1/10

 

 

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