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Messias des Bösen

Info

OT: 
Messiah of Evil
AT:

Dead People
Messiah of Evil: the second Coming
Revenge of the screaming Dead

Jahr: USA 1973
R: Willard Huyk
B: Willard Huyk, Gloria Katz
K: Stephen Katz
M: Phillan Bishop
D: Marian(n)a Hill, Michael Greer, Joy Bang, Anitra Ford

Quelle:TV (arte)

 

Inhalt

Seit dem Tod ihrer Mutter hat die junge Arletty (Marianna Hill) zu ihrem Vater zwar regelmäßig, doch nur noch postalisch Kontakt. Irgendwann werden die Briefe des in Point Dune, einem kleinen Nest am Pazifik, lebenden Malers immer obskurer, bis sie schließlich ganz aufhören. Obwohl sie ihr Vater in seinem letzten Brief ausdrücklich gebeten hatte, nicht vorbeizukommen, macht sich Arletty auf den Weg.
Es ist tiefe Nacht, als sie in Point Dune eintrifft, doch ihr Alter ist spurlos verschwunden. Die bizarren Bilder ihres Vaters, sein Tagebuch, das einen Ritt in den Wahnsinn wiederzuspiegeln scheint, und die seltsam abweisenden Einwohner tragen nicht zu Arlettys Wohlbefinden bei. Charlie (Elisha Cook Jr.), ein ortsbekannter Alki, tut zudem Kunde von der überaus grauenhaften Vergangenheit des Ortes, nicht ohne Arletty darauf hinzuweisen, ihren Vater besser jetzt als gleich zu killen und zu verbrennen – bloß nicht begraben. Charly selbst findet sich anderntags ausgeweidet am Strand wieder.
Dann quartiert sich bei Arletty auch noch Dandy und Kunstsammler Thom (Michael Greer) mit seiner Entourage aus zwei Hippie-Frauen (Anitra Ford, Joy Bang) bei ihr ein. Nach Charlies Tod hat man die unerwünschten Fremden einfach aus dem Hotel expediert. Doch die Freaks entpuppen sich schnell als die einzigen „Normalen“ in einer Gegend, in der die Einwohner nachts in immer größerer Anzahl im Flammenschein am Strand stehen und auf etwas warten: den „Blutmond“, der nach 100 Jahren die Rückkehr des Schwarzen Reiters ankündigt. Und er wird kommen, liebe Freunde.

Zitate

„It’s too late: I already ate human flesh.“

Die Kritik des Gunslingers:

Willard Huyk fuhr Meriten in erster Linie als Drehbuchautor ein, denn als Regisseur. So skriptete er etwa „American Grafitti“, ebenfalls mit seiner Frau Gloria Katz, oder „Indiana Jones und der Tempel des Todes“. Mit dem „Messias“ kurbelte er allerdings einen Horrorstreifen runter, der weit aus dem Mief des durchschnittlichen 70er-Jahre-Horrokinos made in USA hervorsticht.
Der Film ist getragen von einer surrealen, unheimlichen Atmo. Besonders die Szenen im Haus des Malers – riesige, düstere Bilder, riesige Glasfronten – erreichen dabei auch dank der kräftig abgeschmeckten Farbgebung psychedelische Qualitäten. Steigbügelhalter ist hier natürlich der Score mit seinen frühen Elektrosounds. Letztlich setzt der Streifen einfach bekannte Bausteine wieder zusammen, kombiniert sie aber in faszinierender Manier: menschenleere Straßen, flackernde Feuer am nächtlichen Strand, Geräusche in der Nacht, Käfer und Eidechsen – ins Waschbecken gekotzt – blutende Körperöffnungen, ein Kinoabend, der in einer Fleischmahlzeit endet, ein Albino, der auf seinem Pick-Up Leichen durch die Gegend fährt. Düstere Legenden, die sich schlussendlich erfüllen werden.
Auch schauspielerisch waren selbst in den Nebenrollen keine Graupen am Start. Angefangen natürlich bei Elisha Cook Jr., der hier eher einen Cameo ableistet über Charles Dierkop als kurzlebiger Tankwart bis zu Royal Dano, der gleich zwei Rollen bekleidet. Und als Hauptcharakter weiß Mariana Hill zu überzeugen, die vor allem in den 60ern und 70ern gut im Geschäft war, und in jeder Phase von Arlettys schrittweisem Zusammenbruch glaubwürdig bleibt.
Eine Reise zwischen Leben und Tod: I’m amused.

Rating: $$$$+

Splatter:

2/10

 

 

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