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Hügel der blutigen Augen

Info

OT: 
The Hills have Eyes

Jahr: USA 1977
R, B:
Wes Craven
K: Eric Saarinen
M: Don Peake
D: Susan Lanier, Robert Houston, Martin Speer, Dee Wallace, Russ Grieve, John Steadman, James Whitworth, Virginia Vincent, Lance Gordon, Michael Berryman

Quelle: DVD (Laser Paradise)

 

Inhalt

Familie Carter - bestehend aus dem alten Patriarchen Bob (Russ Grieve), seiner Frau Ethel (Virginia Vincent), den erwachsenen Töchtern Brenda (Susan Lanier) und Lynn (Dee Wallace) samt Männe Doug (Martin Speer) und frischgeschlüpftem Töchterlein, dem pubertären Bobby (Robert Houston) und zwei Schäferkötern - tuckert mit Auto und Wohnmobil gen Kalifornien, um im "Golden State" einen schicken Strand-Sommerurlaub zu verbringen. Big Bob führt den Treck blöderweise mitten durch die Wüste ins Nirgendwo, weil´s dort angeblich eine verlassene Silbermine geben soll, die er sich gerne ansehen möchte.
An einer Tanke treffen sie auf den alten Fred (John Steadman), der ihnen hurtig ein paar Gallonen einlässt und ansonsten noch den Rat mitgibt, sich schnellstens aus der Gegend zu verpieseln. Ein paar Meilen später erwischt es dann die Carters heftig, als der Familienklepper einen Achsbruch erleidet. Funkverbindung ist nada, und so entschliessen sich Bob und Doug die Straße in entgegengesetzter Richtung nach Hilfe abzusuchen, während der Rest der Sippschaft die Stellung halten soll. Doug versucht, per Handfunke auf einem Hügel SOS-Signale zu senden, Bob macht sich zurück zur Tankstelle auf. Dort trifft er auf den total verstörten Fred, der sich gerade per Hanfkrawatte das Leben nehmen möchte. Fred tischt Bob eine schräge Story von der Landung Außerirdischer auf, die, von der Airforce gejagt und zu großen Teilen abgeschlachtet, nun völlig degeneriert und voller Menschenhass in den Hügeln der Umgebung hausen. Der Tankstellenwächter blieb bisher nur unbehelligt, weil er den Gästen aus dem All mit Kleinigkeiten und Schnaps unter die Arme griff.
Als Fred kurz nach seiner Offenbarung von einem der Aliens an die Toilettentür genagelt wird, dämmert Bob schlagartig, dass auch seine Mischpoke schon ins Visier der Menschenfresser aus dem All gekommen ist...

Zitate:

"Dieser Landstrich hier soll ja ziemlich gruselig sein, liest man immer wieder. Aber als Christenmensch glaubt man sowas natürlich nicht." (An was Christenmenschen wie Ethel so alles nicht glauben.)

"Ja, dein Baby ist fett. Fett und rund und saftig..."
(Klarer Fall für den Ernährungsberater)

"Was glaubt ihr, warum uns Photon 3 nicht mehr zurück beamt? Weil wir zu Monstern degeneriert sind!, hahaha..."
(Wären sie nur nie auf der Erde gelandet. Hätte man ihnen aber auch vorher sagen können.)

Die Kritik des Sargnagels:

Ganze fünf Jahre brauchte Wes Craven, bis er nach "The last House on the Left" wieder die Kinosäle terrorisieren konnte. Das Debut war ein Machwerk, das die Grenzen im Genre in punkto Ethik und Brutalität neu auslotete, dem Zweitling fehlt leider das Originäre und Progressive. In der Zeitspanne während der beiden Streifen hatte der US-Horror neuerer Prägung den Mainstream schon längst erreicht und hochwertigere Standards gesetzt; für handfesten Gore wurden zeitgleich die exploitativen Italiener zuständig, die beim Splattern keine Messlatten kannten.
Die Story von der durchgeknallten Redneck-Family, die ihre üblen Scherze mit gestrandeten Ahnungslosen treibt, gabs damals auch schon öfter; die Blaupause schlechthin dürfte dabei 1974 Tobe Hooper mit seinem "Texas Chainsaw Massacre" abgeliefert haben.
Inhaltlich nahm sich Craven die kannibalistische Großfamilie Bean vor, die im Schottland des 15. Jahrhunderts Reisende und Wandersgesellen hopp nahmen und am Spieß grillten. Im Original des Streifens handelt es sich um eine ausgestoßene Sippschaft, die in der radioaktiv verseuchten Wüste am Rande einer US-Airbase ihr Mütchen fristet; aus mir unerklärlichen Gründen (war's dann doch der Kannibalismus?...) machte die deutsche Synchro aus den Verwahrlosten Außerirdische, was zu einigen schweren logischen Holprern und urigen Textzeilen führte, wie z.B. der Monolog des "Alien-Anführers" Jupiter (James Whitworth) zum rösch durchgebratenen Bob.
Handwerklich war aus dem 230.000-$-Budget nicht viel mehr rauszuholen als TV-Niveau, das Augenmerk lag offensichtlich auf den Action- und sanften Gore-Sequenzen. Zumindest die Atmo des Streifens verfügt in Teilen über soviel Grusel, dass man sich den Schinken auch bis zum Ende antut; das unheilschwangere Theremin als Hintergrundbeschallung verfehlt die gewünschte Wirkung nicht.
Die größtenteils unbekannten Schauspieler der Carter-Familie floppen bis auf Dee Wallace und Susan Lanier durchweg (Virginia Vincent hat ihre beste Szene als Leiche...), bei den "Aliens" sieht's nicht besser aus. Für Michael Berryman zumindest bedeutete es den Karrierestart als gern gebuchter Mutant in Glotze und B-Movie.
Selbst wenn man die Gruselsynch und den üblichen deutschen Zensurbeschnitt aus der Benotung herausfiltert, bleibt nicht viel mehr als schwacher Durchschnitt. Insofern sollte man das Gelaber in die B-Note miteinbeziehen, denn dadurch bekommt der Streifen fast schon sowas wie unfreiwllige "Frische".

Rating: $$+ / Trash: $$$$

Splatter:

3/10

 

 

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