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Sieben Männer der Sumuru, Die

Info

OT: 
Die sieben Männer der Sumuru

AT:
La Ciudad sin Hombres
The seven Secrets of Sumuru
Future Women
The Girl from Rio
Rio 70

Jahr: D/SP/USA 1969
R: Jesús Franco Manera („Jess Franco”)
B: Harry Alan Towers (“Peter Welbeck”), Karl Leder
K: Manuel Merino
M: Daniel White
D: Shirley Eaton, Richard Wyler, Maria Rohm, Herbert Fleischmann

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Nachdem der britische Geheimdienst der guten Sumuru (Shirley Eaton) in Teil 1 anscheinend den Garaus gemacht hatte, ist die Superschurkin nun putzmunter zurück: In Brasilien beherrscht sie die Frauenstadt Femina *lach*, eine Art Militärdiktatur. Einziges Ziel: die Vernichtung, wahlweise Versklavung der Männer. Doch Weltherrschaft kostet Geld, und dieses beschaffen sich unsere Amazonen, indem sie stinkreiche Mitmenschen entführen und erpressen.
Jüngstes Opfer von Sumuru: die Bankierstochter Rena Rossini (Marta Reves); im Original heißt das schöne Kind Ulla. Vater Enzo (Walter Rilla) engagiert darauf den „oberlässigen“ Privatdetektiv Jeff Sutten (Richard Wyler), um das Töchterchen unbeschadet heimzuholen. Damit er Aufmerksamkeit erregt, rippt Sutten publicityträchtig und zum Schein einen von Rossinis Geldtransporten. Mit der angeblichen Beute von umgerechnet zehn Millionen Dollar, einem coolen Rolli sowie einem großkarierten Sakko im Handgepäck begibt er sich nach Rio.
Schnell ziehen sich Fliegenschwärme über dem verlockenden Haufen zusammen. Denn an dem Zaster zeigt sich nicht nur Sumuru interessiert, sondern auch Gangsterboss Masius (George Sanders). Und bald schon kann Sutten kräftig die Fäuste, wahlweise die Lenden sprechen lassen. Zwar hat der in allen Bereichen (Zwinkern) tüchtige Schnüffler mit Glück, Chuzpe und dank der komplett unfähigen Frauenarmee die schöne Rena rasch befreit, doch damit geht der Zauber erst richtig los.

Zitate

Carl (Herbert Fleischmann): „Ich wollte Ihnen nicht wehtun, Sir.“ – Masius: „Halt’s Maul!“ (Carl hat den Nacken seines Chefs zu unsanft massiert)

Leslye (Maria Rohm): „Ich bin jung, du bist jung: Wir sind eben lebenshungrig.“ (Groovy!)

Jeff (zu Sumuru): „Ist nicht alles eine Nummer zu groß geraten? Ich meine, für dich und die paar Mädchen.“

Jeff: „Sumuru, du bist ein Schwein!“

Masius: „Das ist Irene (Elisa Montes). Sie macht in Liebe und meine Einkommenssteuer.“

Die Kritik des Gunslingers:

Ja, Freunde, bei diesem Streifen bekommt der Afficionado eine Großpackung „Jess Franco“ auf den Tisch. Der Leckerbissen enthält also jede Menge billigst produzierte und miserabel inszenierte Action, nackte Tatsachen und Zeitgeist. Also genau das, was sich auch die Maniax immer wieder gerne geben. Mit diesem Streifen produzierte Franco das Sequel zu „Sumuru – Tochter des Satans“ (1967), in dem sich Shirley Eaton, die auch im Nachfolger die Titelrolle übernommen hat, mit George „Jerry Cotton“ Nader und Schnulzensänger Frankie Avalon auseinandersetzen durfte.
Zum Einstieg setzt’s hier gleich eine nachgeradezu psychedelische Anfangssequenz: Ein nackter Typ lässt sich noch vor den Anfangs-Credits von einer Lady im Netzoutfit vernaschen, bedampfen und auf die Gurgel steigen. Daraus nehmen wir mit: Um dieses Schätzchen psychotronischer Filmkunst richtig zu genießen, heißt es ausreichend Erfrischungen an den Start zu bringen. Denn im Tenor der Anfangsszene, die – und da werde ich Franco-Kennern nix Überraschendes erzählen – mit dem Film selbst nüscht zu tun hat, geht es weiter. Dabei gibt es ordentlich was zum Lachen und Staunen, wenngleich ich die 6Ts-Atmo des Streifens wirklich mag. Wenn der Detektiv durch exzessives Knutschen zum reden gebracht werden soll oder Herb Fleischmann mit seiner Kanone rumfuchtelt, bleibt wohl kaum ein Auge trocken. Da gibt es angedeuteten Lesbensex hinter Plastiklamellen, IS-2-Folterstrahlen (Zwinkern) und jede Menge blöde Sprüche. Klasse.
Erstaunlicherweise konnte Jess Franco für sein swingendes Kasperletheater auf ein wirklich professionelles Ensemble zurückgreifen. George Sanders beispielsweise (u.a. „Das Dorf der Verdammten“) ist sogar ein Schwergewicht des britischen Kinos. Sanders brachte sich 1972 übrigens um: aus Langeweile, wie er in seinem Abschiedsbrief schrieb. Die Darstellerinnen
haben allesamt häufiger mit Franco zusammengearbeitet. Die Britin Shirley Eaton konnte schon auf eine lange und erfolgreiche Karriere zurückblicken, die sie mit diesem Film plötzlich beendete. Sie wurde richtig bekannt als das vergoldete Bondgirl in „Goldfinger“. Maria Rohm und Elisa Montes waren und sind renommierte Theaterschauspielerinnen. Montes war zudem in diversen Italowestern zu sehen wie „Django, der Rächer“ oder „Django – die Geier stehen Schlange“. Hinter der Kamera arbeiteten Franco, Tower, White und Merino bei etlichen Produktionen zusammen.


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