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Rocho – Der Töter, El

Info

OT: 
El Rojo

AT:
Texas el Rocho (SP)

Jahr: I/SP 1966
R, B: Leopoldo Savona ((„Leo Coleman“)
B: Roberto Amoroso (“Robert Lover”), Mario Casacci (“Mike Mitchell”), Rat Furlan
K: Aldo Giordani
M: Benedetto Ghiglia
D: Richard Harrison, Piero Lulli (“Peter Carter”), José Jaspe, Raf Baldassarre

Quelle: VHS (Comet)

 

Inhalt

Das kleine Städtchen Golden Hill, New Mexico, wird regiert durch ein Quartett von Emporkömmlingen. Die Herren Lasky (Piero Lulli), Navarro (Mirko Ellis), Wallace (Franco Ressel) und Ortega (Andrea Aureli) kontrollieren nicht nur die regionale *hust* Wirtschaft, bestehend aus Bank, Saloon, Rinderherden und der Goldmine. Ihre Meriten haben sich die Vier durch ein Indianermassaker  erworben: Rachefeldzug für eine angeblich von Rothäuten hingemetzelte Siedlerfamilie. Mittels hinterfotziger Tricksereien bringt man sich zudem in Besitz des Spargroschens der überforderten Einwohner. Wer aufmuckt, den lässt die kopfstarke Schergentruppe – streng gesetzeskonform, versteht sich – direkt in ein kühles Einzelzimmer auf dem Boot Hill umziehen.
In diesem dampfenden Haufen Scheiße taucht in Begleitung von José (José Jaspe), einem Produzenten von Wundertinkturen, ein Fremder (Richard Harrison) auf: schnell mit der Kanone und schweigsam wie das sprichwörtliche Grab, der sich nur El Rocho nennt. Und damit die Erbse unter der komfortablen Matratze unserer vier faulen Früchtchen. Mit Ankunft des Namenlosen gehen diesen nämlich konkrete Todesdrohungen zu, inklusive der genauen Reihenfolge des vorgesehenen Ablebens.
Dass hinter den Drohungen, denen bald auch die angekündigten Taten folgen, der Fremde steckt, ist bald ein offenes Geheimnis.

Zitate

Ramón (Raf Baldassarre) zu Rojo: „Wenn du in Golden Hill bleiben willst, musst du mitspielen. Hier bestimmen wir.“ ( … aber Zeiten ändern sich auch mal (Zwinkern))

Die Kritik des Gunslingers:

Italowestern-Debüt von Leopoldo Savona, der hier bereits seiner offensichtlichen Vorliebe für Sprengstoff und Gimmicks frönt. So taucht in Gestalt von Rojos Kumpel, dem italienischen Revolutionsveteranen José Garibaldi, ein wahrer Virtuose in Sachen Knallzeugs und Waffentechnik auf: so konstruiert er nicht nur eine Art Proto-Gatling aus miteinander verschalteten Karabinern, sondern erfindet auch Schalldämpfer und Handgranate und dergleichen mehr.
Der Look des Streifens erinnert manchmal an den zwei Jahre später erschienen, aber intensiveren Streifen „Fünf blutige Stricke“. Besonders aus der Minensequenz, in der es dem guten Ortega ans Leder geht, hat letzterer wohl Honig gesaugt. Und Hauptdarsteller Richard Harrison hatte auch hier die Titelrolle, was uns direkt zum Cast führen soll. Schauspielerisch geht der Streifen mehr als in Ordnung: Nicht nur der schnauzlose (Zwinkern) Harrison fällt nicht negativ auf, auch die Mitstreiter sind allesamt erprobte Bleifänger, die sich routiniert durch die nicht immer überzeugende Geschichte schlagen: angefangen von Piero Lulli über Mirko Ellis und Franco Ressel bis zu Andrea Aureli, Raf Baldassarre, Tom Felleghy und John Bartha und vielen mehr.
Der Streifen ist trotz der Figur des José nahezu bar jeglichen Humors. El Rocho arbeitet überaus ernsthaft seine Todesliste ab. Einige kleine Sauereien ließen den Gunslinger aufmerken, wie das unbemerkte Verbrennen des allerdings bereits verblichenen Navarros auf einem zum Zwecke eines Partyfeuers errichteten Scheiterhaufens, während rundum die Fiesta tobt. Ebenfalls schön: die Idee mit dem maskierten, weil im Gesicht verunstalteten Killer (Angelo Boscariol), der sich von El Rojo für ein paar Dollar mehr umdrehen lässt, obwohl ihn eigentlich die Schurken angeheuert haben. Zu wenig Screentime hat auf jeden Fall die schöne Nieves Navarro: Ihre Figur, die desillusionierte Barsängerin Consuelo, hat eigentlich sogar das größte Potenzial. Doch so bleibt sie blass als Laskys Gspusi, die sich zu dem Fremden hingezogen fühlt. Überdies hat sie den Song „To the West“ tatsächlich selbst eingesungen. Der Score von Benedetto Ghiglia beinhaltet ein schön melancholisches Trompetenthema, angereichert mit akustischen Gitarren.

Rating: $$$

Bodycount:

ca. 21 Gringos, 8 Mexikaner, 3 Frauen, 2 Kinder

Explizite Brutalitäten:

  • Das Niedermetzeln der Siedlerfamilie aus dem Hinterhalt
  • Ramons Leute verhören einen Indianer auf die übliche Tour (Zwinkern)

Liebe:

Nada 0/10

Splatter:

1/10 (die fies verwüstete Fleischpfanne des Mietkillers)

Spezialitäten:

  • El Rojo beglückt die Damen wie Pferdestuten: mit einem Stück Zucker aus der Brusttasche
  • José ist Sprengstoffbastler und Tüftler: ein Schalldämpfer, eine Art Gatling für seine Kutsche und Handgranaten sind nur einige seiner Kreationen

 

 

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