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Scarletto – Schloss des Blutes

Info

OT: 
Il Boia scarlatto

AT:
Bloody Pit of Horror
A Tale of Torture
Crimson Executioner
The red Hangman
Der scharlachrote Henker
Das Schreckensschloss des scharlachroten Henkers

Jahr:
I/USA 1965
R: Massimo Pupillo („Max Hunter“)
B: Roberto Natale („Robert Christmas“), Romano Migliorini („Robert McMeloren”)
K: Luciano Frasatti (“John Collins”)
M: Gino Peguri
D: Miklos (“Mickey”) Hargitay, Walter Brandi (“Brandt”), Luisa Baratto („Louise Barrett“), Ralph Zucker

Quelle: DVD (Ostalgica). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

John Stewart, genannt „Der scharlachrote Henker“, liebt seinen Beruf, dem er mit Leidenschaft nachgeht. Eine Leidenschaft, die so groß ist, dass sich der gute John so manch sadistische Extratour im fein eingerichteten Folterkeller seines Schlosses gestattet. Das bringt ihn 1648 selbst vor den Kadi, der Johns Hinrichtung in einem mit Dolchen ausgestatteten Schrein verfügt. John stößt zwar die üblichen Flüche gegen die Nachwelt aus, aber selbst die angedrohte Möglichkeit einer Wiederkehr ändert nüscht an dem Urteil. Dass der Schrein wirkt wie von feinstem Pappmaschee und die Klingen wie von Plaste, tut deren Wirksamkeit jedenfalls keinen Abbruch: Die Pappkiste mit dem toten Unhold wird versiegelt im Keller belassen und des Henkers Schloss dem Verfall preisgegeben.
Etwas mehr als 300 Jahre später stößt ein Fototeam unter Leitung des Verlegers Daniel Parks (Alfredo Rizzo aka „Alfred Rice“) auf der Suche nach einer „Location“ auf das Gemäuer: Es gilt, Bilder zur Illustration des neuesten Horror-Pulp-Romans von Autor Rick (Walter Brandi) zu schießen mit dem vielversprechenden Titel „Der wahnsinnige Mörder von Schloss Westmore“ oder so ähnlich. Der aktuelle Schlossherr (Mickey Hargitay), der verschollene ehemaliger Filmstar Travis Anderson, wie sich herausstellen soll, hat keinen Bock auf das Geschmeiß.
So befiehlt er seinem bulligen Kastellan (Roberto Messina), die nervtötende Truppe kurzerhand hinaus zu expedieren, um seine Anordnung aber gleich zu widerrufen: Eine Nacht darf man im Schloss verbringen und sogar Fotos machen. Doch Fotografieren macht enormen Durst, und so verschlägt es ein paar Teammitglieder in den verbotenen Schlosskeller auf der Suche nach einem guten Tropfen. Hier beschädigt man natürlich das Siegel an der Kiste mit dem hingerichteten Henker, ihr erinnert euch, und von da an kreist die Axt im Haus (Zwinkern).

Zitate

Kinojo (MoaTahi): „Meine innere Stimme sagt mir, dass hier irgendwas nicht stimmt.“ – Perry (Nando Angelini aka „Nick Angel“): „Das kommt nur, weil ihr Orientalen so abergläubisch seid.“

Rick: „Das ist aber nun wirklich kein Unfall.“

Die Kritik des Gunsingers:

Heureka, liebe Freunde, endlich mal wieder eine Trashploitationbombe ganz nach dem Geschmack des Gunslingers. Was dem Streifen an Spannung fehlt, macht er mehr als wett durch Atmosphäre und so abstruse wie sadistische Einfälle. Das Schloss ist fantastisch in seiner kulissenhaften Gothic-Atmo und ergibt zusammen mit der quietschbunten Farbgebung ein hammereskes Ganzes, nur auf Speed.
Der Folterkeller und die verschiedenen Todesfallen sind grandios. Toll ist beispielsweise ein pfeilbewehrtes Spinnennetz, in dessen Zentrum sich eine Gummispinne auf das Opfer herabsenkt, mit tödlichem Kontaktgift in den Beinen. Im Folterkeller wartet ein Rondel, auf dem die natürlich weiblichen Opfer mit Säbeln malträtiert werden: Körbchengröße D verliert, wenn ihr wisst, was ich meine (Zwinkern). Flüssiges Blei, ein Menschengrill und eine Lumpenpuppe mit vergifteten Klingen sind weitere Ausstellungsstücke. Selbstredend haben vor allem die Frauen in des Henkers designiertem Opferpanoptikum das zweifelhafte Vorrecht, die Geräte in einer Art Folter-Zirkeltraining auszuprobieren, vor allem Femi Benussi und Rita Klein. Ach, ich könnte fast ins Schwärmen geraten.
Besonders Mickey Hargitay, damals übrigens frisch geschiedener Ex-Gatte von Jayne Mansfield, in der Titelrolle macht eine herausragende Figur in einem naturgemäß nicht sonderlich geforderten Ensemble. Sein Schlossherr ist eine Mischung aus Bodybuilding-Nazi, der seine Muckis vor Luisa Baratto mit Öl poliert und dabei über die ekelhaft minderwertigen Körper seiner Mitmenschen schwadroniert, und asketischem Irren in roten Leggins. Und auch das Fototeam hat seine Sternstunden, etwa Co-Produzent Ralph Zucker, der den Fotografen Dermott spielt. Der darf schlussendlich mit perforiertem Hals am Steuer eines Sportwagens im Innenhof des Schlosses solange im Kreis fahren, bis der Sprit alle ist *grins. Vielleicht als Strafe für eine ganze Reihe eher lauwarmer Kalauer, wer weiß. Der Score von Gino Peguri ist der Sause angemessen: eine uneinheitlich geratene Mischung aus Komödien-Tuba, sleazigem Saxophon, Schmierorgel und Easy-Listening-Frauenstimme. Von hier geht ein klarer Anschaubefehl raus, zumal die DVD von Ostalgica dazu noch sehr fein ausgestattet ist.

Rating: $$$- (Trash: $$$$+)

Splatter:

3/10

 

 

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