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Husk – Erntezeit!

Info

OT: 
Husk

Jahr: USA 2011
R, B: Brett Simmons
K: Marco Fargnoli
M: Bobby Tahouri
D: Wes Chatham, Devon Graye, C.J. Thomason, Tammin Sursok

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Als ihnen ein fetter Rabenvogel vor die Windschutzscheibe klatscht, bedeutet das für fünf sagen wir Anfang-Zwanziger das vorzeitige Ende eines geplanten Kurzausflugs: Mitten in der Walachei landet ihre Schese im Straßengraben, direkt am Rande eines riesigen Maisfeldes. Wenig überraschend ist es, dass selbstredend kein Mobilnetz da ist.
Also macht man sich in Kleingruppen nacheinander auf den Weg durch den Mais, um zu einem Farmhaus zu gelangen, das von der Straßenseite aus sichtbar ist. Aber nicht nur das Maisdickicht entpuppt sich als Todesfalle, auch das Bauernhaus, das man leicht dezimiert doch erreicht, wirkt nicht gerade heimelig. Zwar ist es offensichtlich seit langem unbewohnt, doch so ganz nun wieder auch nicht, und im umgebenden Maisfeld lauert etwas unbekannt Bösartiges, das sich auf Kosten unserer verbliebenen Gestrandeten amüsieren will. Dazu machen Streitigkeiten innerhalb der Gruppe immer wieder mal Striche durch durchaus vorhandene Fluchtmöglichkeiten.

Die Kritik des Gunslingers:

Mit dem Remake seines gleichbetitelten Kurzfilms aus dem Jahr 2005 schafft es Regisseur Brett Simmons im Endergebnis doch zu überraschen: Mich positiv, da ich eigentlich mit einer Low-Budget-Trash-Sause gerechnet hatte, die natürlich auch ihre sehr eigenen Reize hätte entfalten können ;-). Die Spezies des ordinären Gorebauern hingegen findet hier keinen wirtlichen Lebensraum vor, da es nur wenig Mettgut auf die Gabel gibt.
Der Streifen verliert sich nicht im ironischen Referenzieren von Genre-Standards, was ja allmählich schon echt auf die Nüsse geht. Simmons nimmt seinen Streifen und seine Protagonisten tatsächlich ernst. So bekommen wir hier nicht die obligatorische quietschig-nervende Teenie-Schlachtplatte vorgesetzt, deren effektreiches „Verbrauchen“ zumeist eine Wohltat für den Zuschauer ist. Die Charaktere hier besetzen zwar auch die üblichen Klischee-Positionen – vom entscheidungsfreudigen „Captain“ über die Nervensäge mit Schiss in der Buxe bis zur nerdigen grauen Maus. Doch fähige Darsteller und ein zurückhaltendes Buch, lassen tatsächlich sowas wie Sympathie aufkommen. Wie öfter bereits schon gesagt, die Grundvoraussetzung, damit sich Stimmung aufbauen kann jenseits splattriger Abzählspielchen.
Die Atmo ist überaus gelungen: sehr spooky, eine Mischung aus Horrorhaus und Oldschool Provinz-Slasher. Dazu kommen gute Sets, vor allem das Nähzimmer ;-), eine souveräne Kameraarbeit
inklusiver stimmungsvoller Fahrten durch den Mais und gut gemachte Schockeffekte. Diese sind weniger blutig, aber dafür schön und überzeugend umgesetzt. Aufgrund einiger Kleinigkeiten ziehe ich für diesen Vogelscheuchen-Horror mal einen ab. So hätte ich mir beispielsweise gewünscht, dass das Skript wenigsten mal den Ansatz einer Erklärung liefert für Scotts (Devon Graye) Visionen. Es bleiben aber immer noch gute:

Rating: $$$$

Splatter:

5/10

 

 

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