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Info

OT: 
Outpost

Jahr: GB 2007
R:
Steve Barker
B: Rae Brunton
K: Gavin Struthers
M: James Brett
D: Ray Stevenson, Julian Wadham, Richard Brake, Paul Blair

Quelle: TV (Pro 7)

 

Inhalt

DC (Ray Stevenson) ist Söldner mit Leib und Seele, während er die Zeit zwischen den Aufträgen mit Hilfe seines besten Kumpels Alkohol überbrückt. Nun winkt ein neuer, kurzer, anscheinend sehr überschaubarer und damit lukrativer Job. Der Ingenieur Hunt (Julian Wadham) braucht Schutz, weil er in einem osteuropäischen Bürgerkriegsland für stinkreiche Auftraggeber ein Gutachten über Bodenschatzvorkommen erstellen soll.
DC also heuert ein paar harte Jungs an, und man begibt sich ins Zielgebiet: ein gottverlassenes Niemandsland zwischen den Fronten. Doch schnell wird klar, dass Hunt nicht an Bodenschätzen interessiert ist, sondern an einem alten unterirdischen Nazi-Bunker, der seit 1945 leer steht. Na, so ganz leer natürlich nicht. In der weitläufigen Anlage findet sich zum einen ein Berg nackter Leichen nebst eines Überlebenden (Johnny Meres), der aber völlig weggetreten und nicht ansprechbar ist. Auch eine seltsame Maschine steht da noch rum, das eigentliche Ziel von Hunts Mission.
In dem Bunker nämlich forschte die SS an der Einstein’schen Feldtheorie – zu kompliziert, Physik (Zwinkern) –, kombiniert mit irgendwelchen Okkultelementen. Ziel der grauslichen Experimente war schlussendlich, eine hochbewegliche Superarmee zu schaffen. Dazu kam es zwar nicht mehr, doch als Ergebnis beherbergt der Bunker noch etwas anderes als Schrott, Leichen und Spinnenweben. Und bald geht’s für DC und die Seinen nur noch ums nackte Überleben.

Zitate

Tak (Brett Fancy): „Wieso heuert ‘n Wichser wie der sieben Söldner in ‘ner Bar an?“

Prior (Richard Brake): „Man kann über die Nazis sagen, was man will, aber sie hatten ihren eigenen Stil.“

Prior: „Dieses wunderbar helle Licht ist nicht der Himmel, mein Junge. Nur das Mündungsfeuer.“

Jordan (Paul Blair): „Die Bestien haben sie ausgehöhlt wie scheiß Kürbisse.“

Prior: "So beschissen die Sache auch steht, es bleibt immer noch Zeit für 'n Joint."

Die Kritik des Gunslingers:

Zugegeben, hier bin ich mit komplett falschen Erwartungen rangegangen. Trash-Zombie-Splatter-Action wird der geneigte Freund körperbetonter Metzelstreifen hier nicht oder sagen wir kaum finden. Wohl aber erwartet den Zuseher ein wirklich gut gemachter Horrorfilm, der erst zum Ende hin ein wenig in die im Vorfeld vermuteten Bahnen einbiegt.
Halten wir uns nicht lange mit Mäkeleien über fehlende Charakterzeichnung oder Logiklöcher auf. Dafür ist das Setting hier nicht die geeignete Plattform, und ein Zombiefilm ist schließlich kein Kindergeburtstag: Sowas funktioniert meistens sowieso hauptsächlich über Schauwerte. Wer braucht da noch Identifikationsfiguren, mit denen man auch noch mitleidet (Zwinkern).
Der Streifen hat sehr viel richtig gemacht. Die Bunkeratmo ist toll: Die Kamera wackelt sich durch die Gänge; die mit einem ollen Generator gespeiste Beleuchtung flackert und funzelt kräftig. Dazu gibt es tonlose Stimmen, die durch die Luft wabern, Silhouetten, die an den Grenzen des Bildbereichs auftauchen und wieder verschwinden, kaum wahrnehmbare Bewegungen. Klaustrophobisch und gruselig. Kameramann Gavin Struthers serviert nahezu komplett entfärbte, fast schwarzweiß anmutende Bilder, in denen es oft nur einzelne Farbinseln gibt, etwa ein blaues Barrett.
Die Geschichte ist nicht doof und nimmt sich Zeit für Dialoge. Dazu arbeitet der Film sorgfältig auf das erste Auftauchen der Zombie-Kontrahenten – gutes Makeup übrigens – hin, die er erst allmählich in der zweiten Hälfte enthüllt. Bis dahin gibt’s eine Menge Andeutungen, zum Beispiel die seltsam ungebräuchliche Munition, die die Unsichtbaren bei einigen Schusswechseln verwenden, alte Filme, die die Experimente dokumentieren sowie die oben bereits angesprochenen, atmosphärischen Kniffe. Zwar langen die Zombies bei Bedarf ordentlich hin, doch finden die seltenen Splattereien zumeist im Halbdunkel statt, wodurch sie nicht zum Selbstzweck werden. „Richtige“ Schockmomente gibt es nicht, eher eine durchgehend unangenehme Atmosphäre, da Regisseur Steve Barker auch das Kopfkino geschickt einsetzt. Eine der für mich unheimlichsten Szenen ist der Augenblick, in dem der bis dahin völlig apathische und bewegungslose Überlebende seine Augen plötzlich auf DC richtet.
Allgemein schätze ich ja eine Prise Humor als essentiell ein für Filme dieser Art. Doch „Outpost“ ist kein klassischer Zombie-Slasher wie meinetwegen „Dead Snow“, sondern ein fast schon seriöser und vor allem ernst gemeinter Horror-Streifen.

Rating: $$$$

Splatter:

6/10

 

 

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